Neuauflage zum 125. Geburtstag

FRITZ KAHNAm 29. September 2013, dem 125. Geburtstag von Dr. Fritz Kahn, erschien eine deutlich erweiterte Neuauflage der inzwischen vergriffenen Kahn-Monografie der Geschwister Uta und Thilo von Debschitz. Mit 392 Seiten fast doppelt so umfangreich wie die Erstausgabe, stellt der Band „Fritz Kahn“ dessen gestalterisches Werk in über 350 Abbildungen vor, darunter auch bislang unveröffentlichte Illustrationen, Privatfotos und Dokumente. Auf den umfangreichen Bildteil folgen Transkriptionen und Originalseiten einiger illustrierter Zeitungsartikel. Kahns Werk wird eingerahmt von einem Vorwort des New Yorker Designhistorikers Steven Heller, einer Einführung zu Kahns beruflicher Laufbahn und Arbeitsweise sowie biografischen und bibliografischen Hintergrundinformationen. Der TASCHEN-Verlag präsentierte die Neuerscheinung offiziell im Rahmen der Internationalen Buchmesse, die vom 9. bis 13. Oktober 2013 in Frankfurt am Main stattfand.

 

Ausstellung: Transformer

13. Juni 2017

Schon vor 100 Jahren haben Typografen, Wissenschaftler und Grafiker an einer bildbasierten „Sprache“ gearbeitet, die sich die universelle Verständigung durch Bilder zunutze machte: „Worte trennen, Bilder vereinen“, hat damals Otto Neurath, wie Fritz Kahn einer der Pioniere der populären Infografik, als Motto seiner neuen Bildsprache ausgegeben. Unter dem Titel „Transformer. Infografik 1920 bis 1945: Kahn – Neurath“ widmet sich diese Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek den visuellen Vordenkern Fritz Kahn und Otto Neurath. Sie beschäftigt sich mit der Neuentdeckung und Profilierung des Bildes als Informations- und Kommunikationsquelle am beginnenden 20. Jahrhundert. Dabei greift die Schau auf die in der Deutschen Nationalbibliothek bewahrten Publikationen zurück, zeigt aber auch Bestände aus US-amerikanischen, britischen, niederländischen, österreichischen und Schweizer Archiven sowie Unikate aus der Sammlung der Geschwister von Debschitz. Die Ausstellung wird am 7. September 2017 in Leipzig eröffnet und läuft bis zum 7. Januar 2018.

Buch: Body Modern

2. Juni 2017

BodyModernAls erste kritische Studie der visuellen Rhetorik Fritz Kahns erschien kürzlich „Body Modern. Fritz Kahn, Scientific Illustration, and the Homuncular Subject.“ (University of Minnesota Press) von Michael Sappol. Der amerikanische Medizinhistoriker untersucht darin, wie Fritz Kahns populäre wissenschaftliche Illustrationen die industrielle Moderne visualisierten und repräsentierten. Mit über 100 Bildern veranschaulicht „Body Modern“ die Beziehung zwischen konzeptionellem Bild, Bildproduktion und verkörperter Erfahrung. Michael Sappol kommt zu dem Schluss, dass Kahns Illustrationen tiefgreifende und verstörende erkenntnistheoretische Fragen über Aufbau und Leistung des Selbst aufwerfen.

Ausstellung: Phänomen Energie

10. Dezember 2016

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„Massenandrang an der Menschmaschine“ berichtete die Lokalpresse nach Eröffnung der Sonderausstellung Phänomen Energie in Lüdenscheid. Schulkinder hatten begeistert eine interaktive Skulptur erklommen, die nach Fritz Kahns Schaubild „Der Mensch als Industriepalast“ gestaltet war. Mithilfe einfacher Mechanismen veranschaulicht das überlebensgroße Körpermodell verschiedene Prozesse der Energieerzeugung und -umwandlung im menschlichen Körper. Die Menschmaschine und ein daran anschließender Energiepfad mit 16 Stationen sind noch bis zum 17.4.2016 im interaktiven Wissenschaftsmuseum Phänomenta Lüdenscheid zu sehen.

Phänomenta Lüdenscheid

Keiner unserer Sinne ist tiefer mit der Erinnerung verknüpft als der Geruchssinn. Sollte dieser Dimension im Gestaltungskontext daher nicht ebenso viel Beachtung geschenkt werden, wie es heute bei allen anderen Medien geläufige Praxis ist? Dieser Frage spüren Martin Hegel und Matthias Wagner K in ihrem Buch „Für den tieferen Sinn – Duft als Medium in Kunst, Design und Kommunikation“ nach (Spielbein Publishers, 2016). Die beiden Kulturmanager des Museums Angewandte Kunst wollen Gestalter und Kreativschaffende dazu anregen, Gerüche und Düfte in ihrem (Berufs-)Alltag bewusster auf- und Duft als gestaltbares Medium anzunehmen. Neben den bekannten Kahn-Abbildungen „Der Mensch als Industriepalast“ und „Biologie des Bratenduftes“ sind noch fünf weitere Illustrationen aus dem Werk Fritz Kahns in der Publikation zu finden; sie rahmen ein Interview mit dem Mediziner und Biologen Hans Hatt ein, der zu Deutschlands bekanntesten Geruchsforschern zählt. Dem Gespräch mit Hatt stellt Uta von Debschitz eine textliche Einführung zu Kahn voran.

Spielbein Publishers

imageIn der Berner Bibliothek Münstergasse wurde am 19. Oktober die Ausstellung „Den Körper im Blick“ eröffnet. Sie präsentiert Techniken zur Sichtbarmachung des menschlichen Körpers – von Statuen aus der Antike bis zu DNA-Modellen und modernsten Bildgebungsverfahren der Gegenwart. Ein Raum widmet sich allein Fritz Kahn und den einzigartigen Abbildungen aus seinen Büchern. Die Ausstellung kann noch bis zum 17. März 2017 besucht werden.

Referenz: The Invisible War

20. August 2016

Eine Illustration aus der Fritz-Kahn-Publikation „Das Leben des Menschen“, Vol. III (1928) ist in der Graphic Novel „The Invisible War“ zu finden. Hauptperson des Comicromans, der in der Zeit des Ersten Weltkriegs angesiedelt wurde, ist die Krankenschwester Annie Barnaby. Sie infiziert sich bei der Behandlung eines verwundeten Soldaten mit einem lebensgefährlichen Virus. Die von Ben Hutchings gezeichnete Geschichte lässt sich auf zwei Ebenen erfahren; die erste Ebene beschreibt die Handlung im französischen Lazarett und die Interaktion der Personen. In einer zweiten Ebene kann man in einer bis zu 4000-fachen Vergrößerung den Verlauf der bakteriellen Darminfektion in Barnabys Körper nachvollziehen. Die Kahn-Illustration ist Bestandteil eines umfangreichen Anhangs und stellt anschaulich die Proportionen des menschlichen Darms mit einer Länge von ca. acht Metern dar.

Projekt-Website (Englisch)

Radiobeitrag: Rete Uno

24. Juli 2016

In der Sendung „Chi Assaggia Rimane“ des Rundfunksenders Rete Uno beschäftigt sich Elizabeth Camozzi mit Fritz Kahn, der viele Jahre im Tessin verbrachte; so lebte er von 1948 bis 1950 in Ascona, in den fünfziger Jahren in Lugano und später in Locarno, wo er dann 1968 starb. – Rete Uno ist das erste öffentlich-rechtliche Hörfunkprogramm in der italienischen Schweiz, es wird in Lugano-Besso produziert.

Beitrag auf Rete Uno (auf Italienisch)

CarambolageIn der Ausstellung „Carambolage“ (2. März bis 4. Juli 2016, Grand Palais, Paris) hat Kurator Jean-Hubert Martin Kunstwerke bedeutender und unbekannter Künstler zusammengestellt. Wie beim Auftreffen einer Billardkugel trifft hier ein Kunstwerk auf das nächste; die 185 aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen präsentierten Arbeiten brechen mit dem traditionellen kunstgeschichtlichen Ansatz und lösen beim Betrachter unerwartete Assoziationsketten aus. Neben Kreationen von Alberto Giacometti, Man Ray und Albrecht Dürer ist in der Ausstellung auch das Plakat „Der Mensch als Industriepalast“ (1926) von Fritz Kahn zu erleben.

Vortrag: Pentagram, New York

29. Oktober 2015

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Während eines Praktikums bei der Kreativagentur Pentagram lernte der Grafikdesigner Thilo von Debschitz 1993 den Sohn von Fritz Kahn kennen. Der persönlichen Begegnung in New York City folgte rund fünfzehn Jahre später die unerwartete Entdeckung des kleingedruckten Urhebernachweises „Fritz Kahn“ am Bildrand der großartigen „Industriepalast“-Illustration. Die Verkettung dieser Zufälle löste eine intensive Recherche nach weiteren Spuren zu Kahns Leben und Werk durch die Geschwister Uta und Thilo von Debschitz aus, deren Ergebnisse in zwei Büchern zusammengetragen wurden. Thilo von Debschitz kehrte Ende Oktober wieder an die alte Wirkungsstätte zurück: Im Rahmen eines Lunch-Talks berichtete er vor Mitarbeitern des Pentagram-Büros an der Fifth Avenue von der Entstehungsgeschichte des Fritz-Kahn-Projektes und präsentierte Highlights aus den Büchern Kahns. – Pentagram zählt zu den weltweit renommiertesten Designagenturen mit Studios in New York, San Francisco, Austin, London und Berlin.

Pentagram (englischsprachige Website)

Vortrag: TEDx RheinMain (Video)

29. September 2015

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Der jährliche Event des TED-Chapters TEDx RheinMain fand im Campus Kronberg in der Nähe von Frankfurt statt; auf der Referentenliste standen u. a. Vincent Hendricks (Center for Information & Bubble Studies, Kopenhagen), Mark Higgins (Eumetsat, Darmstadt), Maryline Lengert (ESA, Rom), Kasper Fangel Skov (Skanderborg), die Gewinner des Datanauts-Wettbewerbs Tobias Pfaff und Pascal Weinberger (Datalook, Münster, und Nostradamiq, Frankfurt) sowie Thilo von Debschitz. Der Co-Autor der Monografie „Fritz Kahn“ präsentierte eine Auswahl der besten Visualisierungen aus den Büchern Kahns und trat den Beweis an, dass die kreativen Methoden des populärwissenschaftlichen Schriftstellers bis heute nicht an Faszination eingebüßt haben. (Foto: Clemens Riemenschneider)

Video des Vortrags bei TEDx RheinMain (Englisch)

Vortrag: Tÿpo St.Gallen

19. September 2015

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Das dreitägige Typografie-Symposium Typo 2015 im schweizerischen St. Gallen stand unter dem Tagungsthema „Tempo“. Hochkarätige Referenten, darunter die Designer Dafi Kühne (Schweiz), François Chastanet (Frankreich), Benji Wiedemann (Großbritannien) und Carvalho Bernau (Niederlande), stellten aktuelle Agentur- und Buchprojekte vor. Auf der Rednerliste stand auch Thilo von Debschitz, Co-Autor der Monografie „Fritz Kahn“, der das Publikum auf eine Zeitreise in die Weimarer Republik mitnahm und in seinem Vortrag die Bedeutung Kahns als Wegbereiter des Informationsdesigns vermittelte. (Foto: Michael Bundscherer)

Bericht von Sonja Knecht über die Vorträge auf der Typo St.Gallen

Im Interview mit Viola von Zadow, Journalistin im deutschsprachigen Blog „Design made in Germany“, schildert Co-Autor Thilo von Debschitz, was ihn zur Arbeit an dem Buchprojekt „Fritz Kahn“ motiviert hat.

Design made in Germany (kompletter Artikel)

In ihrem Artikel „Der Mensch als Hochleistungsmaschine: So funktioniert unser Körper“ und einer Bildergalerie mit 17 Motiven widmet sich Sandra Leinfelder dem Werk Fritz Kahns und der Monografie der Geschwister von Debschitz. Leinfelder hebt die „äußert kreative und fantasievolle Vorstellungskraft“ Kahns hervor. Sie befindet: „Der Mediziner Dr. Fritz Kahn visualisierte mit beeindruckenden Bildern komplexe biologische und physikalische Vorgänge, um sie für ein breites Publikum verständlich zu machen.“ – Die Website weltderwunder.de ist der Onlinekanal des Fernsehsenders „Welt der Wunder TV“, einem Programm mit anspruchsvollen Informations- und Unterhaltungsformaten für die ganze Familie.

Welt der Wunder (kompletter Artikel)

„Der Arzt der Zukunft“, ein visionäres Fritz-Kahn-Motiv aus dem Jahr 1939, bebildert einen Rückblick auf die Konferenz „The Medicine and the Digital Revolution“. Die Veranstaltung fand im Dezember 2014 an der Universität Zürich statt und führte internationale Experten der Anthropologie, Sozialwissenschafter und Historiker zusammen. Zwei Tage lang erörterten die Teilnehmer die Berührungspunkte der klinischen Medizin und des Gesundheitswesens mit den Entwicklungen des modernen Datenmanagements und der Onlinekultur. In jüngerer Vergangenheit hat die digitale Revolution die Welt der Medizin grundlegend beeinflusst – dies schließt auch den Bereich der Telemedizin ein, den Fritz Kahn mit seiner Illustrationsidee schon vor über 75 Jahren vorausgesagt hat. – Medicine Anthropology Theory ist ein englischsprachiges Onlinejournal, das wissenschaftliche Artikel, Essays und Rezensionen zu Studien der medizinischen Anthropologie, Wissenschaft und Technologie veröffentlicht..

MAT (kompletter Artikel auf Englisch)

Vortrag: QVED 2015

27. Februar 2015

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Bei der QVED 2015 präsentierte Thilo von Debschitz Highlights aus den Publikationen von Dr. Fritz Kahn. Sein Vortrag war Bestandteil des Programmschwerpunktes „Infografik“, der von Prof. Michael Stoll kuratiert wurde. – Auf der internationalen Designkonferenz QVED (Quo Vadis Editorial Design), die in jährlicher Frequenz in München stattfindet, berichten Gestalter, Journalisten und Verleger über ihre Arbeit. Zu den Referenten der QVED 2015 gehörten unter anderem Steven Heller, Roger Black und John D. Berry (USA), Muir Vidler, Steven Watson und Jeremy Leslie (Großbritannien), Paul Maréchal (Kanada), Jaap Biemans (Niederlande), Filip Blazek (Tschechien), Veronika Burian (Spanien), Nicolò Degiorgis (Italien), Mike Koedinger (Luxembourg) sowie die deutschen Kreativen Heika Hinze, Herlinde Koelbl, Jan Schwochow, Jörg Bommel und Oliver Sperl. (Photo: Andreas Baier)

Video des Vortrags bei der QVED 2015

The Illustrated Forest rezensiert als unabhängig betriebene Website Bilderbücher für Kinder und Erwachsene. Die Monografie „Fritz Kahn“ wird als „wahrhaft inspirierendes Buch“ bewertet. In der Besprechung heißt es unter anderem: „Jede neue Seite bietet etwas Anderes und Unerwartetes. Kahns Fähigkeit, Wissenschaft nahe zu bringen, ist meisterhaft. Die zahlreichen Illustrationen, mit denen man sich stundenlang beschäftigen kann, versinnbildlichen Spaß am Lernen. Indem er komplizierte Sachverhalte begreifbar macht, ist der dicke Wälzer ,Fritz Kahn‘ auch beim einhundertsten Durchblättern noch so unterhaltsam wie beim ersten Mal. Dieses herrliche Buch wird alle begeistern, die sich für Wissenschaft, Grafikdesign oder Visualisierung interessieren. Kurz gesagt: Jeder wird dieses Buch lieben!“

The Illustrated Forest (komplette Rezension auf Englisch)

Buchrezension: NRC Handelsblad

23. Dezember 2014

Im Rückblick auf das literarische Jahr 2014 zählt Marianne Vermeijden, Rezensentin der niederländischen Tageszeitung NRC Handelsblad, „Fritz Kahn“ zu den drei besten Büchern des Jahres. „Diese Monografie ist ein Muss.“ lautete das Fazit ihrer Buchkritik am 21. Februar 2014. – Das NRC Handelsblad ist eine überregionale Abendzeitung und gehört zu den größten Tageszeitungen der Niederlande.

De Standaard

Viola Bolduan, Ressortleiterin Feuilleton des „Wiesbadener Kurier“, empfiehlt zu Weihnachten den Kauf der Kahn-Monografie. Sie schreibt: „Mit Glühwein zu genießen ist der fast 400 Seiten dicke Band der Wiesbadener Geschwister Uta und Thilo von Debschitz über den Begründer der Informationsgrafik Fritz Kahn. So auch ist ihr reich bebildertes und anschaulich getextetes Buch betitelt. Wer sich etwas Schweres und Repräsentatives aussucht – zu schenken oder zu bekommen –, kann hier mit sicherem Geschmack zugreifen.“

Wiesbadener Kurier

Industriepalast

Fritz Kahns Wandtafel „Der Mensch als Industriepalast“ (1926) ist Teil der Ausstellung „Anatomist: The Factory of the Human Body“ im Paul Stradins Museum der Medizingeschichte in Riga, Lettland. Die zweiteilige Ausstellung, die bis 16. März 2015 gezeigt wird, präsentiert Interpretationen der „Fabrik des menschlichen Körpers“ von zeitgenössischen Künstlern und von Andreas Vesalius. Vesalius wurde vor 500 Jahren in Brüssel geboren. Er war Arzt und gilt als Vater der wissenschaftlichen Anatomie. 1543 veröffentlichte er das Lehrbuch „De humani corporis fabrica“ über den Aufbau des menschlichen Körpers. Die Besucher der Ausstellung können die zweite Ausgabe des Lehrbuchs aus dem Jahr 1555 betrachten, die in interaktiver Form aufbereitet wurde. Zehn Künstler aus der Region erarbeiteten moderne Interpretationen der menschlichen Körperfabrik. Die Ausstellung zeigt außerdem die Installation „Der Mensch als Industriepalast“ von Henning M. Lederer, die direkt neben Kahns berühmter Wandtafel platziert wurde und physiologische Abläufe in Bewegung zeigt.

Pauls Stradins Museum für Medizingeschichte

Die Abbildung „Die Uhr der Erdgeschichte“ aus der Kahn-Publikation „Das Buch der Natur“ eröffnet das neue Buch „Understanding the World“ (TASCHEN, 2014). Der vier Kilogramm schwere Bildband versteht sich als visueller Atlas unseres Planeten und enthält mehr als 280 Infografiken, die die Welt erklären – von einer schematischen Zeichnung aus dem 19. Jahrhundert zu den höchsten Bergen bis zur gestalterischen Anleitung „How to wear a kilt“ aus dem Jahr 2012. Autorin Sandra Rendgen und Herausgeber Julius Wiedemann präsentieren in ihrer Enzyklopädie noch weitere Motive von Fritz Kahn: den „weiblichen und männlichen Geschlechtsapparat“ (Unser Geschlechtsleben, 1937) und seine Vision von einer bemannten Weltraumrakete (Berliner Morgenpost, 1933).

Buchempfehlung: MONOQI

26. September 2014

In der Rubrik „Ausgewählte Kunst- und Designbücher“ empfiehlt MONOQI seinen Mitgliedern die Monografie „Fritz Kahn“. – MONOQI beschreibt sich als „die Online-Destination für handverlesenes Design“. Mit 70 Mitarbeitern aus 22 Ländern beschäftigt das Unternehmen ein internationales Team von Scouts, weltweit die besten Designs aufzuspüren und das Angebot von MONOQI zu kuratieren. Täglich wird eine neue Auswahl von rund 50 Produkten präsentiert, die sich vom Markt abheben. Außerdem betreibt MONOQI einen eigenen Blog zu Themen aus der Welt des Designs. Der Verlag Condé Nast (VOGUE, GQ, Architectural Digest, WIRED) ist an MONOQI beteiligt.

MONOQI

 

Buchempfehlung: uncube magazine

11. September 2014

Im Artikel „Fritz Kahn: Picturing the Man Machine“ stellt Leigh Theodore Vlassis den Lesern des uncube magazine Fritz Kahn vor. Dessen außergewöhnliche Bilder und lebendige biologische Metaphern hätten neue Perspektiven für das Verständnis wissenschaftlicher Vorgänge aufgezeigt und würden bis heute weltweit auf große Beliebtheit stoßen. Zwölf ausgewählte Abbildungen aus Kahns Büchern unterstreichen Vlassis’ Aussage.

uncube magazine (Artikel auf Englisch)

Pittsburgh

Im Rahmen eines Hochschulseminars im Fachbereich Kunst- und Architekturgeschichte unter den Professoren Drew Armstrong und Joshua Ellenbogen organisierten die Studenten der University of Pittsburgh die Ausstellung „Configuring Disciplines: Fragments of an Encyclopedia“. Diese beschäftigte sich im weitesten Sinne damit, wie Bilder (Karten, Portraits, anatomische Illustrationen etc.) Einfluss auf Disziplinen wie Physik, Anthropologie und Architekturgeschichte nehmen können. Unterschiedlichste Objekte wurden zusammengetragen – von botanischen Zeichnungen aus dem 16. Jahrhundert bis zu Aufnahmen von Andy Warhol oder einer sechseinhalb Meter lange Zeitleiste. Zwischen Ausstellungsstücke von Otto Neurath und Jean-Baptiste le Rond d’Alembert passte die Studentin Annika Johnson vier Bände der Buchserie „Das Leben des Menschen“ von Fritz Kahn, seine Lehrtafel „Der Mensch als Industriepalast“ und vergrößerte Reproduktionen von Kahns Mensch-Maschine-Analogien ein. Damit präsentierte sie drei mögliche Herangehensweisen der Strukturierung und Visualisierung von Wissen – von drei völlig unterschiedlichen Autoren, die jeweils ein breites Publikum angesprochen haben.

University Art Gallery at Pitt (Blog des Fachbereichs)

Die Monografie „Fritz Kahn“ wurde von einer elfköpfigen Jury zum „Wissensbuch des Jahres 2014“ nominiert. Urs Willmann (Die Zeit), Dr. Dr. Jens Simon (PTB), Reto Schneider (Neue Zürcher Zeitung), Barbara Ritzert (freie Journalistin), Jürgen Nakott (National Geographic Deutschland), Joachim Müller-Jung (FAZ), Peter Ehmer (WDR), Dr. Joachim Bublath (Wissenschaftspublizist), Dr. Reinhard Breuer (Wissenschaftspublizist), Dr. Markus Bohn (SWR) und Dr. Uta Altmann (bild der wissenschaft) sichteten den Markt der Neuerscheinungen in den vergangenen zwölf Monaten und stellten eine Wahlliste zusammen, die sich in sechs Kategorien unterteilt. Für die Kategorie „Ästhetik“ wählten sie neben neun weiteren Titeln auch die TASCHEN-Publikation „Fritz Kahn“ aus.

Bild der Wissenschaft

In ihrer Liste „Bücher für den Sommer 2014“ empfiehlt das Kulturradio RBB seinen Hörern die Monografie „Fritz Kahn“. In der Kategorie „Spannend entspannen“ zählt die TASCHEN-Publikation zu den 19 Buchtipps. Redakteurin Dr. Danuta Görnandt schreibt dazu: „Ein Mehrgenerationenbuch für eine ganz wunderbare, amüsante und informative Reise in den eigenen Körper! Eine Entdeckung!“

Sommerbuchliste (PDF)

Das medizinische Fachmagazin „Orthopädie & Rheuma“ (3/2014) veröffentlicht eine Rezension von Eberhard J. Wormer zur Monografie „Fritz Kahn“. Wormer schreibt unter anderem: „Kahn nimmt den Leser auf eine Reise durch den eigenen Körper mit und erzählt spannende, unterhaltsame und lehrreiche Geschichten über die Geheimnisse des Lebens. […] Mit diesem Buch haben wir Fritz Kahn wieder zurück bekommen. Jede Seite zeigt aufs Neue überraschende und originelle Deutungen naturwissenschaftlicher Phänomene. Man schmunzelt oder staunt und hat am Ende noch dazugelernt.“

Orthopädie & Rheuma

In seinem Artikel „The Body as Factory: Anatomy of an Image“ weist Designjournalist Rick Poynor Beziehungen zwischen dem berühmten Kahn-Motiv „Der Mensch als Industriepalast“ und Arbeiten von Nichola Bruce, Michael Coulson und Eduardo Paolozzi nach. Poynors Beitrag enthält zahlreiche Abbildungen, die den menschlichen Körper als Maschine und Fabrik darstellen. Der Journalist schreibt: „In der jüngsten Vergangenheit haben wir solche Bilder häufiger gesehen: in den beiden Monografien zu Fritz Kahn, einen in Vergessenheit geratenen Arzt, Wissenschaftsautor und Pionier des Informationsdesigns. Dieser nutzte visuelle Metaphern, um verborgene Prozesse im Körper zu erklären.“ Dass das Industriepalast-Poster auch in Kunstausstellungen in der Mayor Gallery und der Whitechapel Art Gallery in London gezeigt wurde, beweist Poynor anhand von zwei Fotografien aus den Jahren 1939 und 1951.

Design Observer (kompletter Artikel auf Englisch)

Viermal im Jahr verschickt TED eine Auswahl von bis zu drei Büchern, die zur Philosophie der Non-Profit-Organisation passen, also Erkenntnisse vermitteln, die den gedanklichen Horizont erweitern und im besten Fall die Welt positiv verändern können. Zu diesem Zweck führt TED Menschen aus den unterschiedlichsten Disziplinen zusammen – vor allem bei den berühmten TED-Konferenzen. Dem TED Brain Trust gehören Persönlichkeiten wie Joshua Prince-Ramus, Larry Page, Bill Gates, Ray Kurzweil oder Stefan Sagmeister an. Nun hat der TED Book Club mitgeteilt, die Monografie „Fritz Kahn“ in seine aktuelle Auswahl des Frühjahrs aufzunehmen; so werden die Teilnehmer der Konferenzen ebenso wie einige der international brillantesten Köpfe aus den Bereichen Technologie, Entertainment und Design (= TED) den Bildband erhalten. Mit ihrer Entscheidung hebt die Jury des Buchclubs die erkenntnisreiche Arbeit Fritz Kahns hervor und würdigt seine Leistung als Pionier des Informationsdesigns.

TED

Vortrag: TYPO Berlin

17. Mai 2014

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„Roots“ lautete das Motto der diesjährigen TYPO Berlin, der größten Designkonferenz in Europa. Da Fritz Kahn als Pionier des Informationsdesigns gilt, ermöglichte Thilo von Debschitz als Referent einen Einblick in Kahns Leben und Werk. Auf der „TYPO Stage“ führte er seine Zuschauer auf eine Zeitreise in die Weimarer Republik, präsentierte ausgewählte Abbildungen aus den Büchern Fritz Kahns und belegte anhand zahlreicher Beispiele, dass dessen Arbeit Kreative in aller Welt bis heute inspiriert.

TYPO Berlin 2014

„Eine Entdeckung!“ So bewertet Redakteurin Danuta Görnandt die neue Kahn-Monografie in der RBB-Kultursendung „Lesestoff“. In ihrer Rezension heißt es unter anderem: „Fritz Kahn hat etwas getan, was man sich so manches Mal wünscht auch zu beherrschen, wenn einem in naturwissenschaftlichem oder medizinischem Fachjargon Vorgänge innerhalb des eigenen Körpers erklärt werden. Da wo unsereiner dabei ist zu kapitulieren, hat Fritz Kahn Metaphern und Analogien geschaffen, die die komplexen Mechanismen der alltäglichen menschlichen Existenz beschreiben und, das Wichtigste, visuell darstellen. … Diese Darstellungen haben den großen Vorteil, dass sie gleichzeitig unterhalten und informieren. … Ein Mehrgenerationenbuch für eine ganz wunderbare, amüsante und informative Reise in den eigenen Körper!“ In der sendereigenen Bewertung des Kulturradios RBB erhält die Monografie die volle Punktzahl.

Kulturradio RBB (kompletter Artikel)

Unter der großformatigen Darstellung der Illustration „Biologie des Bratenduftes“ verweist die Esslinger Zeitung in ihrer Rubrik „Medien und Kritik“ auf die neue Kahn-Monografie. Der „hoch kreative“ Kahn wird als „Universalgelehrter“ und „Bestsellerautor“ bezeichnet, dessen Name bereits bei seinem Tod im Jahre 1968 in Vergessenheit geraten sei. Zu seinen Visualisierungsmethoden heißt es unter anderem: „Berühmtheit bei einem breiten Publikum hatte Kahn durch seine technischen Darstellungen des menschlichen Körpers erlangt. Die Schaubilder folgten dem volksaufklärerischem Plan, biologische und physikalische Vorgänge einem Laienpublikum verständlich zu machen.“

In „Lesezeichen“, einer neuen Literatursendung im Kulturkanal SWR2, setzt sich Journalist Rochus Groß mit der neuen Monografie zu Fritz Kahn auseinander. Eingerahmt von der Lesung dreier Texte aus den Publikationen Kahns – darunter auch „Märchenreise auf dem Blutstrom“ – führt Groß ein Interview mit Co-Autorin Uta von Debschitz. Die Gesprächspartner beschäftigen sich mit der Bildhaftigkeit der Kahn’schen Bücher, seinen mit den Werken Jules Vernes vergleichbaren fantasiereichen Ausflügen in die „Anderswelt“ und der Fähigkeit Fritz Kahns, schwierige Zusammenhänge allgemeinverständlich zu veranschaulichen.

SWR2 Lesezeichen (10:22 Minuten)

Buch: Nützliche Bilder

1. April 2014

Das Sachbuch „Nützliche Bilder“ (Lit Verlag, Münster 2015) von Rolf F. Nohr, Professor für Medienästhetik, widmet sich Visualisierungen, die in einer spezifischen Weise als wahr empfunden werden. Es spürt einem offenen Korpus von Bildern nach und untersucht die Operationen, die ein Bild im Sinne des Autors „nützlich“ werden lassen. Evidenztheorie, Kollektivsymbolanalyse, Bild- und Medienwissenschaften, die visual-culture-Debatte, Erkenntnistheorie oder Stereotypenforschung stellen dabei den Rahmen. Ein Kapitel des Buches betrachtet Fritz Kahn und Otto Neurath als Pioniere der Bild- und Wissenschaftsdidaktik.

Nützliche Bilder (Verlagswebsite)

In ihrer Buchkritik im Schweizer Tages-Anzeiger empfiehlt Annett Stein die Monografie „Fritz Kahn“. Unter der Überschrift „Wissen im Buch – Der menschliche Körper, wie man ihn auch sehen könnte“ heißt es in ihrem Beitrag unter anderem: „Kahns Arbeiten sind ein sehr beeindruckendes Zeugnis dafür, wie gut sich auch komplexe Zusammenhänge über Bilder und Metaphern darstellen lassen – und so auch Laien zugänglich werden. In seinen Illustrationen zu stöbern bietet auch heute noch Aha-Effekte – und macht großen Spaß.“ – Der Tages-Anzeiger ist eine in Zürich verlegte Tageszeitung mit einer Auflage von 175.000 Exemplaren.

Tages-Anzeiger

In seiner Ausgabe Nr. 7 widmet sich IN GRAPHICS Fritz Kahn und der neuen Monografie. Das Magazin, das sich monothematisch mit Informationsdesign beschäftigt, präsentiert zwei Schwarz-Weiß-Illustrationen (Erklärtafel zu „Der Mensch als Industriepalast“, Darmlängen) als Beispiele für Kahns visuell-didaktischen Ansatz. Im Artikel wird Kahn als „Meister der Infografik“ bezeichnet, dessen Werk bis heute von bemerkenswerter Originalität sei. – IN GRAPHICS ist ein internationales Magazin, das vom bekannten Informationsdesigner Jan Schwochow herausgegeben und von Golden Section Graphics in Berlin gestaltet wird.

Golden Section Graphics

Works Design Group, Kreativagentur aus Pennsauken/New Jersey, bezeichnet Fritz Kahn in ihrem Blog als „kreativen Titan“. Der Blogeintrag liefert Basisinformationen über Kahn und sein Werk. Unter anderem heißt es dort: „Für visuelle Analogien komplizierter Daten setzte er Maßstäbe, und seine Bilder werden auch aktuell noch verwendet, kopiert und erforscht. […] Seine Illustrationen und sein Stil haben sich bewährt und inspirieren die Welt der Datenvisualisierung bis heute.“

Works Design Group (kompletter Blogeintrag auf Englisch)

In seiner mit „Der Körper als Maschinenraum“ überschriebenen Rezension schreibt der Kulturjournalist Hans Cottyn zum Buch „Fritz Kahn“, dass es „hunderte seiner bahnbrechenden wie bizarren Vorstellungen“ präsentiere. Die Monografie, so schreibt Cottyn, feiere die „Wunder des Körpers“ und hole das Werk des Multitalents Kahn „zu Recht aus der Vergessenheit“. – De Standaard ist eine überregionale, niederländischsprachige Tageszeitung aus Belgien.

De Standaard

Installation Magazine widmet sich den Neuerscheinungen des TASCHEN-Verlags und wählt sieben „wundersame Bücher“ aus, „mit der wir gerne unsere persönliche Bibliothek ergänzen würden“. Als erste Publikation listet die Redaktion die neue Monografie über Fritz Kahn auf und bezeichnet Kahn als „Pionier des Informationsdesigns, dessen brillantes Werk weitgehend in Vergessenheit geraten“ sei.

Installation Magazine

In seiner News-Rubrik veröffentlicht das Magazin „Dreisechsnull“, Ausgabe 1/2014, eine Rezension zur neuen Fritz-Kahn-Monografie. Überschrieben mit „Der Mensch in Bildern“ heißt es dort: „Wenn ein einziges Haar sich 30 Meter lang um den Körper schlingt, das menschliche Herz einen Fahrstuhl fünf Stockwerke aufwärtspumpt oder Zellen in unterirdischen Tunneln werkeln, wissen wir zwar nicht, wie die Welt in Gang gehalten wird. Aber wir sehen, wie der Mensch funktioniert. Alle Haare zusammengenommen wachsen alle 40 Minuten einen Meter lang, das Herz pumpt 10.000 Liter Blut pro Tag durch den Menschen – genug, um einen Fahrstuhl nach oben zu treiben. Der Arzt Fritz Kahn illustrierte 1926, wie der Mensch tickt. Jedes Organ entspricht einem Bild, der Körper erklärt sich als Maschine.“ Fazit zum Bildband: „Wer darin blättert, sieht: So bin ich.“ – „Dreisechsnull“ ist das Geschäftskunden-Magazin der Deutschen Telekom mit einer Auflage von 330.000 Exemplaren.

Dreisechsnull

Buchrezension: Multimania

26. Februar 2014

In seiner Ausgabe 46 (Februar/März 2014) veröffentlicht Multimania – zweimonatlich erscheinendes Magazin für zeitgenössische multimediale Kultur – einen Artikel zur Monografie „Fritz Kahn“. Unter der Headline „Von Insekten und Homunculi“ heißt es dort unter anderem: „Die Beschreibung von Vorgängen im menschlichen Körper können für den Laien bisweilen langweilig sein. Nicht jedoch mit den Illustrationen eines Mediziners, der komplexe Vorgänge mit beeindruckenden Bildern treffend vereinfacht. Mit dem umfassenden Werk FRITZ KAHN wird der Arbeit dieses Pioniers der Informationsgrafik die Ehre erwiesen. […] FRITZ KAHN ist eine mustergültige Aufarbeitung des umfangreichen Schaffens eines großen Visionärs, auch wenn längst nicht alle Zeugnisse seiner visuellen Arbeit Eingang gefunden haben – dazu hat er schlichtweg zu viel geschaffen. […] Der Bildband folgt dem Credo von Fritz Kahn: viel Bild, wenig Text – und gerade dadurch leicht verständlich, anschaulich und auch für Wissenschaftsmuffel interessant.“

Multimania

Buchempfehlung: Blueprint

25. Februar 2014

Überschrieben mit „Mensch-Maschine: Das visionäre Werk des Dr. Fritz Kahn“ stellt das Londoner Magazin Blueprint die Arbeit von Fritz Kahn vor: „Hat man sich den menschlichen Körper und seine Organe anhand der Visualisierungen vor Augen geführt, wie sie vom deutschen Wissenschaftler, Gynäkologen und Autor Dr. Fritz Kahn zur Erläuterung komplizierter Funktionen entworfen wurden, so kann man sie sich danach kaum anders vorstellen.“ Steven Hellers Vorwort aus der Kahn-Monografie wird in Auszügen zitiert. – Blueprint ist das führende Magazin für Architektur und Design in Großbritannien.

Blueprint Magazine (kompletter Beitrag auf Englisch)

Journalist Christoph Fuhr schreibt in seiner Rezension: „In der Zeit der Weimarer Republik hat der Arzt Fritz Kahn die Wunderwelten des Körpers in einer wegweisenden Technik visualisiert. Sein Werk erschließt sich in einem neu erschienenen Bildband. […] Er hinterlässt ein faszinierendes, zum Zeitpunkt seines Todes aber fast vergessenes Lebenswerk. Zu seinem 125. Geburtstag hat der Taschen Verlag eine Monografie mit mehr als 350 Illustrationen aus seinen Büchern veröffentlicht: Fritz Kahn – ein Arzt, der der Popularisierung von Wissenschaft unendlich viele Impulse gegeben hat.“

ÄrzteZeitung (kompletter Artikel)

Kristin Lee Bryson, Journalistin des Toronto Book Examiner, berichtet über den Zufall, der die Autoren zur Arbeit an der Kahn-Monografie inspiriert hat, und hebt hervor, dass die Publikation vor kurzem durch den TED Book Club empfohlen wurde; damit werde der wertvolle Beitrag Kahns zur Geburt des Informationsdesigns gewürdigt. Die Monografie, so heißt es im Artikel, sei ein gelungen kuratierter Überblick zu Kahns Leben und Werk.

Toronto Book Examiner (kompletter Artikel in Englisch)

Buchrezension: Jildy Sauce

23. Januar 2014

Unter der Überschrift „Natur imitiert Kunst“ veröffentlicht der britische Kulturblog Jildy Sauce eine Rezension über die neue Kahn-Monografie. Dort heißt es: „Unser Naturverständnis ist notwendigerweise metaphorisch. Das Unbekannte können wir nur durch das Bekannte begreifen.“ Fritz Kahn habe metaphorische, modellhafte Ansichten aus dem Herzen der Wissenschaft genutzt, um ein Lächeln, Denkanstöße und (schließlich) Erkenntnisse zu erzeugen. … Sein Bestreben war, die Wissenschaft zu popularisieren, den Lesern seine Leidenschaft zu vermitteln und ihre Begeisterung für die jeweiligen Themen zu entfachen. Dafür fand er einzigartige Wege.“ Fazit des Artikels: „Ein wunderschönes Buch, angefüllt mit Denkanstößen, faszinierenden Abbildungen und recht viel Humor.“

Jildy Sauce (kompletter Artikel in Englisch)

Buchrezension: EuropeanCEO

14. Januar 2014

„Die Monografie ,Fritz Kahn‘ holt einen der erfindungsreichsten Denker des 20. Jahrhunderts in das öffentliche Bewusstsein zurück“ schreibt Journalist Jo Caird in seiner Rezension. „Uta und Thilo von Debschitz haben Kahn mit einem großartigen Bildband vor der Vergessenheit bewahrt.“ – EuropeanCEO ist ein vierteljährlich erscheinendes Print- und Onlinemedium, das Managern auf Vorstandsebene in 28 Ländern Europas zugeht.

EuropeanCEO (kompletter Artikel auf Englisch)

„Ein Meisterwerk!“ urteilt Dr. Ulf Pillkahn in seiner Buchkritik zur Monografie „Fritz Kahn“. Er schreibt: „Den Autoren gelingt es mit dem Band, sowohl das Leben des Fritz Kahn darzustellen als auch dessen Lebenswerk auf fast 400 Seiten zusammenzutragen und zu würdigen. Beides ist recht beeindruckend.“

Innovation Review (kompletter Artikel)

Buchrezension: Natur

28. Dezember 2013

„Ein prächtiges Buch versammelt jetzt Kahns Lebenswerk“, schreibt Journalist Martin Raspers in der Zeitschrift „Natur“. In seinem Artikel über den „genialen Visualisierer“ Fritz Kahn und die gleichnamige neue Monografie stellt Rasper fest, dass Kahn alles Wissenswerte in Bilder übersetzt habe: „Die Last des Luftdrucks? Als würde man Panzerschränke auf der Schulter tragen. Die Zähigkeit der Haut? So groß, dass zwei drei Zentimeter große Streifen einen Artisten tragen können. Die Körperwärme? Wie ein Boiler, der 30 Kilogramm Eis zum Kochen bringt.“ Kahn sei völlig klar gewesen, dass „die Vereinfachungen nur Metaphern sind und die Realität unendlich komplizierter ist. Doch sein umfassendes Wissen und der Wille, es vereinfacht darzustellen, verblüffen noch heute.“

Natur

Das US-Magazin Fast Company, The New York Observer, Brainpickings und der Blog Beautiful Now führen die neue Monografie „Fritz Kahn“ in ihren Listen zu den besten Büchern des Jahres 2013 auf.

Fast Company (Übersicht: beste Designbücher)
Brainpickings (Übersicht: beste Kunst- und Designbücher)
Beautiful Now (Übersicht: schönste Bücher)
The New York Observer (Übersicht: beliebteste Bildbände)
Morton R. Godine Library (Highlights der Kollektion des Jahres 2013)

„Die Welt als Schaubild“ lautet der Titel einer Buchbesprechung von Eberhard Hahne, der zu Fritz Kahn schreibt: „Mit Hilfe von liebevoll gezeichneten Darstellungen hob er durch Vergleiche mit Alltagsvorgängen schwer verständliche biologische und physikalische Vorgänge von ihrem wissenschaftlichen Thron. […] So vergleicht er die Leistung des Herzens mit einem Fahrstuhl, die Funktionsweise von Muskeln mit einem Automotor oder den Aufbau des menschlichen Auges mit einer Apfelsine.“ Hahnes Fazit lautet: „Die thematische Vielseitigkeit, der Charme der Darstellungen und der unbekümmerte Humor laden zum Schmökern an langen Winterabenden ein. Die immer noch verblüffende Verständlichkeit der Abbildungen rufen dem Leser so manche vergessenen naturwissenschaftlichen Zusammenhänge ins Gedächtnis zurück.“ – Das Deutsche Ärzteblatt – gegründet 1872 – wird wöchentlich an alle deutschen Ärztinnen und Ärzte verschickt, mit rund 400.000 Exemplaren ist es die auflagenstärkste Medizinzeitschrift in Deutschland.

Deutsches Ärzteblatt

Thatcher Wine, der als Kurator Buchkollektionen für Innenarchitekten und private Auftraggeber zusammenstellt, präsentiert im „Hollywood Reporter“ seine Bücher des Jahres – darunter auch die neue Monografie über Fritz Kahn. Wine schreibt: „Das Buch von Uta und Thilo von Debschitz öffnet einem die Augen und wirft ein Schlaglicht auf eine wenig bekannte Figur im Bereich der Infografik – Fritz Kahn, Pionier der visuellen Ideenvermittlung. Bei dem Band handelt sich gleichzeitig um ein Geschichtsbuch, eine Biografie und ein Kunstbuch.“

Hollywood Reporter (Buchliste von Thatcher Wine)

In ihrer Januarausgabe veröffentlicht das Magazin „Technology Review“ eine Buchkritik zur neuen Kahn-Monografie. Jens Lubbadeh schreibt: „Kahns Illustrationen faszinieren noch immer, weil sie einem das Gefühl der kindlichen Technikbegeisterung vermitteln, den die Menschen empfunden haben müssen, als die Moderne gerade angebrochen war.“

Technology Review

Heather Mallick, Kolumnistin der Tageszeitung „The Toronto Star“, präsentiert ihre Lieblingsbücher des Jahres 2013 und nennt gleich zu Beginn ihres Beitrages die neue Fritz-Kahn-Monografie. Ihr Urteil: „Mehr als cool.“

The Toronto Star (Artikel auf Englisch)

Buchempfehlung: Le Monde

16. Dezember 2013

In einem Artikel auf der Website der französischen Tageszeitung Le Monde geben die Redakteure des Wissenschaftsressorts Buchempfehlungen und heben als ersten Titel das „schöne“ Buch über Fritz Kahn hervor. In der heutigen Zeit, in der sich der menschliche Körper mit bildgebenden Verfahren bis auf zelluläre Ebenen darstellen ließe, mögen die Motive aus dem Buch ein wenig veraltet oder gar falsch erscheinen. Doch blättere man durch die Monografie mit ihren 350 Abbildungen, könne man einen ebenso kreativen wie humorvollen Tausendsassa (wieder-)entdecken.

Le Monde (Artikel auf Französisch)

Tagesspiegel-Autoren empfehlen zu Weihnachten „Sachbücher zum Verschenken – oder zum Behalten“, darunter auch die neue Monografie über Fritz Kahn mit ihren „wissenschaftlichen Wimmelbildern“. Redakteurin Amory Burchard schreibt zu Kahn: „Didaktisch ist er noch immer auf der Höhe der Zeit. Wo seine Erklärungen überholt sind, mögen Mediziner von heute überprüfen. Aber auch sie werden von Kahns starker Bildsprache begeistert sein.“

Der Tagesspiegel (gesamter Artikel)

Nach internationalen Repräsentanzen in Metropolen wie New York, Paris, London, Amsterdam oder Los Angeles wurde heute der erste TASCHEN-Store in Berlin eröffnet. Die verlagseigene Buchhandlung befindet sich in Charlottenburg – dem Stadtteil, in dem Fritz Kahn seine Jugend verbrachte, seine internationale Karriere als Sachbuchautor startete und aus dem er von den Nationalsozialisten vertrieben wurde.

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Um ihn als Bürger der Stadt und Pionier des Informationsdesigns zu ehren, beschloss der TASCHEN-Verlag, Außenfassade und Innenwände großformatig mit Details der Illustration „Der Mensch als Industriepalast“ zu überziehen. So müssen Besucher die Darstellung der Darmpforte durchschreiten, um in das Ladengeschäft zu gelangen – offensichtlich führt auch die Liebe zum Buch durch den Magen. Der Pop-up-Store schließt seine Tür im Frühjahr, um einige Wochen später mit verdoppelter Fläche wiederzueröffnen.

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In der Ausgabe Dezember/Januar empfiehlt die Redaktion von Architectural Digest (AD) ihren Lesern „die stilvollsten Geschenke“, darunter auch das neue Buch über Fritz Kahn. Überschrieben mit „Bilder für die Bildung“ heißt es in dem Artikel unter anderem: „Als Vorreiter der Informationsgrafik fand Fritz Kahn populärwissenschaftliche Metaphern und Vergleiche für Biologie, Anatomie, Physik und Technik. Seine besten Texte und Tafeln gibt es nun gebündelt in einer dreisprachigen Monografie.“

Architectural Digest

In ihrem Beitrag „Fritz Kahns fantastische Reise durch den Körper“ schreibt Annie Minoff über Kahns Ziel, seine Leser über ihren Körper aufzuklären. Dafür habe er bekannte Maschinen oder andere Objekte als visuelle Metapher für biologische Prozesse genutzt. Das neue Buch „Fritz Kahn“ mache nun mit diesem Pionier der populärwissenschaftlichen Kommunikation vertraut. Minoff weist darauf hin, dass grafische Darstellungen nicht Kahns einzige Hilfsmittel waren, um Wissenschaft zu entmystifizieren: „Seine Bildunterschriften konnten zwar überraschend trocken ausfallen (in starkem Kontrast zu den nahezu psychedelisch anmutenden Motiven, die sie beschrieben), seine Essays lasen sich dagegen durchaus bezaubernd und skurril.“ Der Artikel zitiert Uta von Debschitz, Co-Autorin der Kahn-Monografie, die eines ihrer Lieblingsbilder aus dem Buch analysiert und erläutert, wie Fritz Kahn wissenschaftliche Inhalte gegenüber einem Laienpublikum verständlich machen konnte.

Science Friday (kompletter Beitrag auf Englisch)

In einem zweiseitigen Artikel im „Kölner Stadt-Anzeiger“ schreibt Journalist Christian Seiter über Fritz Kahn als „Pionier der Informationsgrafik“, dessen Illustrationen „eine Abenteuerreise in den eigenen Körper sind“.

Kölner Stadt-Anzeiger

Buchdesigner und Autor Rudolf Paulus Gorbach weist in einem Beitrag auf der Website der Typografischen Gesellschaft München (tgm) auf die neue Fritz-Kahn-Monografie hin: “Das großformatige Buch zeigt die Illustrationen ziemlich groß, sie sind in ungestörter Seitenruhe zu betrachten und angenehm knapp kommentiert. Und es gibt Einblick in eine bedeutende Entwicklung der heutigen Infografik, soweit sie nicht zu abstrakt arbeitet.”

Typografische Gesellschaft München (kompletter Artikel)

Buchhinweis: WIRED

5. Dezember 2013

Das monatlich erscheinende Magazin WIRED (UK-Edition) beschäftigt sich in seiner Januar-Ausgabe mit Fritz Kahn und präsentiert Abbildungen aus der im Verlag TASCHEN erschienen Monografie. Unter der Überschrift „Wo Datenvisualisierung begann“ heißt es dort: „Fritz Kahns erfindungsreiche Visualisierungen bahnten den Weg für die heutigen Infografiken.“ Der Artikel zitiert Co-Autorin Uta von Debschitz, die die Relevanz der Arbeiten aus den 1920er und 30er Jahren für unsere Gegenwart erläutert: „Wir befinden uns in einer ähnlichen Situation wie Kahn und seine Zeitgenossen: Neue Technologien und Medien erschließen uns immer neue Wissensquellen, während die Information selbst an Komplexität zunimmt.“

WIRED (Website der britischen Ausgabe)

Buchhinweis: Slanted

5. Dezember 2013

Julia Gordeeva informiert die Leserinnen und Leser des Weblogs Slanted.de über die neue Fritz-Kahn-Monografie, sie schreibt unter anderem: „Uta und Thilo von Debschitz begaben sich auf eine biografische Spurensuche und erwecken Kahns kreatives und wissenschaftliches Werk wieder zum Leben. Uns liegt eine Publikation mit zahlreichen visuellen Analogien und besonders faszinierenden Arbeiten vor. Sein kreatives und wissenschaftliches Schaffen wird somit einer breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.“

Slanted (kompletter Artikel)

Buchrezension: VizWorld

3. Dezember 2013

In seinem Artikel „Zwei neue Bücher für visuelle Denker, die man nicht auf dem Kindle lesen kann“ veröffentlicht Journalist Dean Meyers eine Rezension zu zwei Neuerscheinungen, darunter auch die Kahn-Monografie. Er schreibt unter anderem: „Dieses unglaubliche Buch, behutsam kuratiert und voller Bilder, stellt seitenweise das Werk eines Pioniers im Bereich der Informationsgestaltung dar. […] Obwohl sie nicht immer den Tatsachen entsprechen, regen die fantasievollen Metapher die Vorstellungskraft an und inspirieren Künstler wie Designer.“

VizWorld (kompletter Artikel auf Englisch)

In seiner Buchkritik schreibt Neil Summers, Herausgeber des Proper Magazine, dass Fritz Kahn für ihn ein „absoluter Held“ sei – unter anderem auch deswegen, weil seine unglaubliche Illustrationen der trockenen Welt der Wissenschaften Freude und künstlerischen Geist einhauchen. Summers bezeichnet die neue Monografie über Kahn, die er gerne schon in seiner Schulzeit besessen hätte, als „magisch“.

Proper Magazine (gesamter Artikel auf Englisch)

In ihrer Rezension zum „prächtigen Bildband“ über Kahn nennt Laura Weissmüller den populärwissenschaftlichen Autor „eine Art Urvater der Datenvisualisierung“: „Er wollte Wissen in Schaubildern aufbereiten, so dass es wirklich jede und jeder verstand.“ Unter dem visuellen Anschauungsmaterial findet sie „surrealistisch anmutende Ausflüge ins Naseninnere, psychedelische Farbexplosionen bei der Darmschleimhaut und dadaistische Fotocollagen zur Innenstruktur des Knochens. Max Ernst, Giorgio de Chirico und Man Ray standen offenbar Pate.“ Kahns Meisterwerk – die Lehrtafel „Der Mensch als Industriepalast“ – sei kein Indiz eines mechanistischen Menschenbildes, sondern zeige seine Begeisterung für die Technik seiner Zeit: „Genauso wie er für Bauhaus-Entwürfe schwärmte, tat er das für Flugzeuge, Funkgeräte und eben die Industrie. Außerdem sind seine Fabriken keinen seelenlosen Robotern ausgeliefert, sondern werden stets von – verantwortungsvollen – Menschen geführt.“ Weissmüllers Fazit: „Sein Werk geriet in Vergessenheit. Zeit, es wieder zu entdecken.“

Süddeutsche Zeitung

Buchempfehlung: ARCH+

3. Dezember 2013

In Zusammenarbeit mit der Bauhaus Stiftung Dessau hat das Magazin ARCH+ den internationalen Wettbewerb „Out of Balance – Kritik der Gegenwart. Informationsdesign nach Otto Neurath“ ins Leben gerufen. Die Gewinnerarbeiten wurden nun in der Ausgabe 213 von ARCH+ zusammengefasst. Das Magazin enthält außerdem ein Supplement zur Geschichte der Infografik, von historischen Visualisierungen bis zum heuten Interfacedesign. Ein ganzseitiger Artikel zitiert das Vorwort von Steve Heller und drei herausragende Illustrationen aus der neuen Monografie über Dr. Fritz Kahn, die ARCH+ seinen Lesern als Lektüre empfiehlt. – ARCH+ ist eine unabhängige, konzeptuelle Zeitschrift für Architektur und Städtebau. Jedes vierteljährlich erscheinende Heft beleuchtet eingehend ein besonderes Thema – in der besprochenen Ausgabe ist dies die Visualisierung von Information.

ARCH+ (Website zur Ausgabe 213)

Buchempfehlung: VOGUE

1. Dezember 2013

In ihrer Dezemberausgabe empfiehlt die deutsche VOGUE ihren Lesern die neue Fritz-Kahn-Monografie: „Ein Pionier der Infografik wird wiederentdeckt. Wie der Universalgelehrte, Arzt und Bestsellerautor Fritz Kahn in der Weimarer Republik und später in den USA die Wunderwelten des Körpers und des Kosmos in anschauliche Bilder übersetzte, ist bis heute erstaunlich – und hat skurrilen Charme.“

VOGUE

Das vierte Translations Symposium, ausgerichtet durch das Designlabor Gutenberg und die Fakultät für Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz, trug den Titel „Design des Wis­sens“. Die zweitägige Veranstaltung beschäftigte sich mit der Auf­gabe von Design­ern, kom­plexe Inhalte zu analy­sieren und ver­ständ­lich dar­zu­stellen. Zu den Sprechern gehörten u. a. Stefanie Posavec (London), Oliver Reichenstein (Zürich, Tokio), Jan Schwochow (Berlin) sowie die niederländischen Designer Joost Grootens (Studio Joost Grootens, Amsterdam), Dimitri Nieuwenhuizen (LUST, Den Haag) sowie Joris Maltha und Daniel Gross (catalogtree, Arnheim). In seinem Vortrag präsentierte Michael Stoll, Professor an der Hochschule Augsburg, ausgewählte Stücke seiner wertvollen Buchsammlung zur Geschichte des Informationsdesigns. Im Besonderen hob Stoll die Leistung von Dr. Fritz Kahn als Pionier des Genres hervor, zeigte beispielhafte Abbildungen aus dessen Sachbüchern und empfahl den zahlreich erschienenen Gästen des Symposiums die neu erschienene Monografie „Fritz Kahn“.

Translations 4 Symposium (Website)

Buchrezension: Nature

29. November 2013

In der internationalen Fachzeitschrift „Nature“ (Ausgabe 503) schreibt Barbara Kiser über den „Infografik-Pionier“ Fritz Kahn und die neu erschienene Monografie unter anderem: „Die Abbildungen Kahns, eines modernistischen Genies, waren unendlich erfindungsreich, oft von dunklem Humor und manchmal makaber. So verdeutlicht die Illustration ,Reiseerlebnisse einer Wanderzelle: Im Tal der Fleischwunde‘ sehr schön die lebendige Landschaft von Blut, Nerven und Gewebe.“ – „Nature“ ist eine wöchentlich erscheinende, englischsprachige Fachzeitschrift und neben der US-amerikanischen „Science“ das weltweit angesehenste Fachmagazin für Naturwissenschaften.

Nature (Website)

Ausstellung: Arbeit zeigen

28. November 2013

In der historischen Gebläsehalle der Henrichshütte Hattingen, einem Ausstellungsort des Westfälischen Landesmuseums für Industriekultur, ist bis zum 23. März 2014 die Ausstellung „Arbeit zeigen“ zu besichtigen. Unter den präsentierten 150 Objekten befinden sich auch die Original-Lehrtafel „Der Mensch als Industriepalast“ von Dr. Fritz Kahn aus dem Jahr 1926 und die gleichnamige Installation von Henning Lederer aus dem Jahr 2009.

Henrichshütte Hattingen

In der Onlineausgabe der britischen Tageszeitung „The Daily Mirror“ schreibt Martin Newman in seiner Buchrezension über die Monografie „Fritz Kahn“: „Sie präsentiert die interessantesten Abbildungen aus Kahns Gesamtwerk in einer großen, wunderschönen Buchpublikation und unterstreicht die Genialität seiner Ideen, die reich an visuellen Metaphern und bis heute faszinierend sind.“

Daily Mirror (gesamter Artikel auf Englisch)

Buchrezension: Brain Pickings

22. November 2013

Maria Popova, eine Bloggerin und Kritikerin in Brooklyn, nennt Fritz Kahn „den kaum bekannten Paten der Infografik“. Sie schreibt, sein „Einfluss hallt durch weite Teile der neueren visuellen Kommunikation und der besten heutigen Infografik nach. … Jetzt hat Taschen, das Kraftwerk der visuellen Kultur, das Lebenswerk dieses Pioniers der Infografik in der großartigen Monografie Fritz Kahn eingefangen. … Das Buch bündelt und kontextualisiert seine einflussreichsten Bilder und Essays, vor allem feiert es einen Freigeist, der sich weder auf eine einzige Disziplin oder ein einziges Interessensgebiet beschränken ließ, noch auf die Bürde und Anmaßung der Spezialisierung, die unsere Kultur so vehement und so toxisch fetischisiert. … Lange bevor es interaktive Technologien gab, konnte Kahn als Pionier des interaktiven Geschichtenerzählens gelten. Er verwandelte das piktorale Bild aus einem statischen, zu betrachtenden Objekt in eine aktive Einladung, sich darauf einzulassen, es nachzuvollziehen und sich damit in Verbindung zu bringen. … Mehr als alles andere war Kahn jedoch eine Art wissenschaftlicher Dichter, der sich literarischer und künstlerischer Grundsätze bediente, um wissenschaftliche Vorstellungen nicht nur zugänglich, sondern auch spannend zu machen. … [Die Monografie] selbst ist ein Wunder der menschlichen Fantasie, uneingeschränkt empfehlenswert.“ – Brain Pickings ist ein Blog, in dem Maria Popova über Kultur, Bücher und verschiedenste Themen innerhalb und außerhalb des Internets schreibt. Sie erhielt vielfältige mediale Aufmerksamkeit und erschien auf den Bestenlisten der Magazine Fast Company, Forbes und Time. Zahlreiche führende Medien wie die New York Times haben bereits auf ihre Arbeit aufmerksam gemacht.

Brain Pickings (kompletter Artikel auf Englisch)

Buchrezension: Fast Company

14. November 2013

In der Rubrik „Infografik des Tages“ stellt die Online-Ausgabe der Zeitschrift Fast Company Fritz Kahn als „Großvater der Datenvisualisierung“ vor. So wird Kahns „Märchenreise auf dem Blutstrom“ als Vorläufer der US-amerikanischen Buch- und Fernsehserie „Miss Frizzle’s Magic School Bus“ dargestellt. Darüber hinaus verweist die Autorin Carey Dunne auf zahlreiche, außergewöhnlich moderne Bildbeispiele aus der Monografie „Fritz Kahn“ und lässt Uta und Thilo von Debschitz Illustrationen und Erlebnisse beschreiben, die sie während ihrer Arbeit an diesem Buch besonders beeindruckt haben. – Fast Company ist ein US-amerikanisches Monatsmagazin mit den Themenschwerpunkten Technologie, Business und Design.

Fast Company (Artikel auf Englisch)

Buchempfehlung: Business Punk

14. November 2013

Das Lifestyle-Magazin „Business Punk“ führt die neue Kahn-Monografie auf seiner „Watchlist“ und meint: „Da können eitle Datenjournalisten noch so stolz mit ihren lustigen Flussdiagrammen wedeln: Die genialsten Erklärbilder hat Fritz Kahn, Arzt und Infografik-Urvater, schon in den 20er-Jahren gemacht. Sein Werk gibt es nun als rasend amüsanten Bildband.“

Business Punk

Buchrezension: Fontblog

13. November 2013

Jürgen Siebert verweist in seinem Fontblog auf die neue Publikation aus dem Taschen-Verlag: „Fritz Kahn erklärte in seinen Publikationen den menschlichen Körper bzw. die Phänomene der Natur so anschaulich, dass man auch ohne wissenschaftliche Vorbildung alles begriff. Das lag vor allem an den Illustrationen, die er von Grafikern und Künstlern anfertigen ließ. Deshalb gilt sein Werk zu Recht als Pionierleistung des Informationsdesigns. Man staunt über das, was man durch Fritz Kahn erfährt. … Die Monografie präsentiert einen Überblick über Kahns gestalterisches Werk, das damals wie heute durch außergewöhnliche Vielschichtigkeit und Lebendigkeit fasziniert.” Siebert lädt die Besucher des Fontblogs zur Teilnahme an einer Verlosung ein, um eines von drei Büchern zu gewinnen. – Als elektronisches Logbuch des Unternehmens FontShop veröffentlicht der Fontblog Nachrichten aus dem Bereich visueller Kommunikation und Typografie.

Fontblog (kompletter Artikel)

Buchempfehlung: The Telegraph

10. November 2013

Unter der Überschrift „Fritz Kahn: Verschollener Pionier der Infografik“ veröffentlicht The Telegraph eine gekürzte Version des Vorworts von Steven Heller und fünf Illustrationen aus der neuen Monografie „Fritz Kahn“. – The Telegraph ist der Webauftritt des Printmediums The Daily Telegraph, einer führenden Tageszeitung in Großbritannien.

The Telegraph (kompletter Artikel auf Englisch)

Moderator Daniel Finkernagel und Designtheoretiker René Spitz unterhalten sich in der WDR 3-Kultursendung „Mosaik“ über das Buch „Fritz Kahn“, mit dem Kahn als „Vater des Visual Storytelling“ wiederentdeckt und sein Werk zugänglich gemacht worden sei. Für das umfangreiche Buch benötige man ein schweres Untergestell, um darin zu blättern, aber „es lohnt sich“, es fänden sich darin „faszinierende Sachen“. Spitz beschreibt den aufklärerischen Impetus Kahns und erläutert die aktuelle Bedeutung der Monografie: Die heutige Renaissance des Informationsdesigns ist seiner Meinung nach auf die Sehnsucht zurückzuführen, die unverständliche Umgebung verstehen zu wollen. Dies würde besonders gut mit narrativen Erklärbildern im Sinne Fritz Kahns gelingen, bei denen sich Abläufe im selbstbestimmten Tempo des Betrachters erschließen. Finkernagel bestätigt diese These mit dem Hinweis, ein Berliner Designbüro habe Kanzlerin Merkel die Zusammenhänge der Finanzkrise mithilfe einer Infografik erklärt.

Mosaik (Link zur Audiodatei, Dauer: 7:20 Minuten)

Buchrezension: RTVE

2. November 2013

In einer Buchrezension auf der Website des spanischen Rundfunksenders Radiotelevisión Española (RTVE) schreibt Jesus Jimenez über die Monografie „Fritz Kahn“. Der Journalist bezeichnet die neue Publikation als ein „faszinierendes Buch“, das nicht nur Wissenschaftler und Designer, sondern alle begeistern werde, die an der visuellen Umsetzung von Ideen interessiert sind.

rtve.es (Artikel auf Spanish)

Interview: Monocle 24

1. November 2013

In der Nachrichtensendung „Midori House“ sprechen die beiden Moderatoren Georgina Godwin und Phil Han mit Uta von Debschitz über das Erbe Fritz Kahns. Die Co-Autorin berichtet über ihre Reaktion, als sie erstmals auf Illustrationen von Kahn stieß, und wie aus diesem Fund ein Buch entstehen konnte. Im Interview beschreibt sie außerdem ihr persönliches Lieblingsmotiv „Walnuss und Menschenhirn“. Godwin befindet, dass Fritz Kahn unser Selbstbild in dramatischer Weise verändert habe, Han bezeichnet die bei Taschen erschienene Monografie als „fantastisches Buch“. – „Midori House“ wird vom Rundfunksender Monocle 24 aus dessen Zentrale im Midori House, London, ausgestrahlt. Monocle 24 liefert Nachrichten und Kommentare rund um die Uhr, seine Magazinsendungen beschäftigen sich mit Themen aus den unterschiedlichsten Bereichen – darunter auch Design und Printmedien.

Midori House (Beginn des Interviews: 40:22)

Buchrezension: Selectism

31. Oktober 2013

Die Lifestyle-Website Selectism stellt in ihrer Kategorie „Book & Design“ die neue Fritz-Kahn-Monografie vor. Autor Thomas Welch bezeichnet den Band als Pflichtlektüre für alle, die sich für den Prozess grafischer Visualisierung oder einen echten künstlerischen Wegbereiter interessieren. – Selectism wird vom unabhängigen Verlagshaus Titelmedia UG mit Niederlassungen in Berlin und New York betrieben.

Selectism (Buchrezension auf Englisch)

In einem Hinweis auf die neue Monografie „Fritz Kahn“ schreibt Kulturredakteur Ronald Meyer-Arlt: „Fritz Kahn hat bereits Infografiken hergestellt, als das Wort Infografik noch gar nicht erfunden war. (…) An den grandiosen Vereinfacher erinnert jetzt ein opulenter Bildband.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Buchrezension: profil

21. Oktober 2013

Sebastian Hofer würdigt Fritz Kahn auf zwei Seiten in profil, dem führenden Nachrichtenmagazin Österreichs: „Fritz Kahn, Arzt und Autor populärwissenschaftlicher Grundlagenwerke der 1920er und 1930er-Jahre, hat unser Bild von uns selbst dramatisch verändert. Die Bildmonografie, die nun zum 125. Geburtstag Kahns beim Taschen-Verlag erscheint, zeigt Kahns Werk in seiner ganzen Bandbreite und Genialität. Der Arzt, der zum Pionier der Infografik wurde, entwarf anschauliche Bildbeispiele für Unanschauliches: das Wachstum menschlicher Haare, die biochemischen Effekte von Bratenduft, die Wirkung der Ätherwellen auf die Menschenhaut. … Volksbildnerische Motive verbinden sich in diesen Grafiken mit dem modernistischen Welt- und Schriftbild.“

In seiner Novemberausgabe veröffentlicht das Magazin „novum – World of Graphic Design“ einen zweiseitigen Beitrag über die neue Monografie „Fritz Kahn“ („ein attraktives Kompendium, akribisch recherchiert“), präsentiert Illustrationen aus dem Buch („Bis heute haben diese Abbildungen nichts von ihrer Faszination verloren.“) und ein Interview mit Co-Autor Thilo von Debschitz über die Entstehungsgeschichte der Monografie.

Kahn-Portrait: B.Z.

6. Oktober 2013

Die B.Z., größte und traditionsreichste Tageszeitung Berlins, erinnert an Fritz Kahn. Unter dem Titel „Der Pionier der Mensch-Maschine feiert Geburtstag“ heißt es in dem bebilderten Artikel von Michael Heine unter anderem: „Vor 125 Jahren wurde das Berliner Allround-Genie Fritz Kahn geboren. Viele seiner Visionen sind längst Realität, etwa Reisen ins Innere des Körpers, die Vorstellung des Menschen als Maschine, bei der einzelne Bauteile einfach ersetzt werden können, oder die lückenlose Echtzeit-Überwachung des Patienten.“

B.Z. (kompletter Artikel)

Ein ganzseitiger Artikel in der Literatur-Sonderbeilage der Tageszeitung DIE WELT widmet sich der Monografie „Fritz Kahn“. In seiner Rezension bewertet Journalist Hans-Joachim Müller die Neuausgabe als „grandiosen Band“. Das Werk Fritz Kahns mute an wie aus einer „unwahrscheinlichen Epoche. Damals gab es noch keine interaktiven Säulendiagramme, keine animierten Power-Point-Präsentationen, und das Wort ,Informationsgrafik‘ war auch noch nicht geschaffen.“ Müller schreibt von „seligen Zeiten“, zu denen man „von der Forschung als Abenteuer erzählen konnte“. Fritz Kahn sei davon überzeugt gewesen, „alles Erklärbare erklären zu können“, und habe mit seinem „unkomplizierten, an der Durchschnittsbildung ausgerichteten Stil eine ganze Generation bei Techniklaune“ gehalten. Bis heute sei das „Kahn’sche Triebmittel, munter gemixt aus einem Teil Futurismus und zwei Teilen Positivismus, noch nicht gänzlich verbraucht“.

DIE WELT (vollständiger Artikel, auch veröffentlicht am 8.10. im „Hamburger Abendblatt“)

Interview: radioeins

5. Oktober 2013

Das populäre Wissenschaftsmagazin „Die Profis“ des RBB-Programms „radioeins“ stellte Fritz Kahn und seine Visualisierungen in einem achtminütigen Beitrag vor. Moderator Stephan Karkowsky führte kurz ins Thema ein und befragte Uta von Debschitz dann zu einzelnen Illustrationen und dem jeweiligen Kontext ihrer Entstehung. Anlass des Interviews war die soeben erschienene Neuauflage des Bildbandes „Fritz Kahn“, den die Hörer am Ende der Sendung auch gewinnen konnten.

radioeins (Interview als mp3-Datei)

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung würdigt Fritz Kahn mit einer Doppelseite, die elf Illustrationen aus seinen Büchern enthält. Journalistin Sonja Kastilan blickt auf das Leben des populärwissenschaftlichen Autors zurück und widmet sich dessen „Gespür für starke Bilder“. Außerdem verweist sie auf die neu erschienene Monografie: „Wie facettenreich, beeindruckend komplex und zugleich verständlich diese Darstellungen oft waren, zeigt ein opulenter Bildband, der jetzt 125 Jahre nach Fritz Kahns Geburtstag im Taschen Verlag erscheint.“ Zusätzlich zeigt ein Interview mit Uta von Debschitz auf, wie es zu dem Buch über Fritz Kahn kam, nach welchen Kriterien die Autoren die Abbildungen auswählten und welche Rolle Kahn als Gestalter seiner Werke beigemessen werden kann.

„Fritz Kahn, ein vergessenes Genie“ lautet die Überschrift zu einem mehrseitigen Beitrag in El País Semanal, Sonntagsausgabe der größten spanischen Tageszeitung. Der Autor stellt Kahn als Aufklärer von „außergewöhnlicher Fantasie und Kühnheit“ vor, der in den zwanziger Jahren die Darstellung des menschlichen Körpers revolutionierte. Er beschreibt, wie Kahn zu Ruhm gelangte, von den Nationalsozialisten vertrieben wurde und weitgehend in Vergessenheit geriet. Parallel schildert er Kahns Wiederentdeckung durch die Geschwister Uta und Thilo von Debschitz, die zufällig auf Kahns Illustrationen stießen, seinen Spuren folgten und schließlich eine Monografie über ihn veröffentlichten.

El País Semanal (kompletter Artikel in Spanisch)

In ihrer Rezension der Ausstellung „Das Erklären erklären“ zur Geschichte der Infografik schreibt die Journalistin Laura Weissmüller: „Bilder transportieren Informationen – und das oft sehr viel klarer, einprägsamer als bloße Zahlen oder nüchterne Berichte. (…) Neue Erfindungen ermöglichten auch die enorme Verbreitung der Infografik. Das Aufkommen der Massenmedien machte sie populär. Die neue Nachrichtenflut musste verständlich gemacht werden.“ Als Beispiel, wie mit Bildern Wissen verbreitet werden kann und „wie farbenprächtig die Infografik schon einmal war“, führt Weissmüller Fritz Kahns Lehrplakat „Der Mensch als Industriepalast“ von 1926 an. Es ist im Zeitungsartikel großformatig abgebildet. Außerdem erwähnt sie die Sammelkarten „Bilder vom Menschen“, die von Fritz Kahn entwickelt und 1931 den Abonnenten der Berliner Morgenpost zugestellt wurden. – Die Austellung „Das Erklären erklären.“ findet vom 13. Juli bis 6. Oktober 2013 in der MEWO Kunsthalle Memmingen statt und wurde von Designstudierenden der Hochschule Augsburg konzipiert. Sie präsentiert die Vorläufer der modernen Infografik, sämtliche Exponate stammen aus der Sammlung von Prof. Michael Stoll.

Kunsthalle Memmingen

In einem ausführlichen Artikel in der Zeitung „The Times of Israel“ beschreibt der Journalist Graham Lawson Fritz Kahn als „Innovator, der die Medizin mit dem Industriezeitalter verschmelzen ließ“. Sein Einfluss auf Design und Kunst sei bis heute sichtbar. Die Wiederentdeckung Kahns verschaffe dem für lange Zeit unbeachtetem Denker eine späte, aber verdiente Anerkennung.

Ausstellung: Superhuman

19. Juli 2012

„Superhuman“, eine Ausstellung der Londoner Wellcome Collection, thematisiert bis zum 16. Oktober 2012 auf vielfältige, spielerische Weise unsere Obsession, das Beste aus uns zu machen. Neben Exponaten aus Kunst und Wissenschaft werden auch Gebrauchsgegenstände gezeigt, zum Beispiel eine altägyptische Zehenprothese, ein viktorianischer Dildo und die spanische Version von Fritz Kahns Lehrtafel „Der Mensch als Industriepalast“.
Wellcome Collection

Die Ausstellung „Ghosts in the Machine“ im New Museum für zeitgenössische Kunst, New York, untersucht die stetem Wandel unterworfene Beziehung zwischen Mensch, Maschine und Kunst. Auf drei Geschossen des Museums sind unterschiedlichste Technikträume und -alpträume von über siebzig internationalen Künstlern, Schriftstellern und Visionären zu sehen, darunter auch Fritz Kahns Plakat „Der Mensch als Industriepalast“ in der deutschen Originalversion von 1926.
New Museum

Im Rahmen der zweitägigen Konferenz „Jornadas Cantianas“ in Lissabon präsentierten Uta und Thilo von Debschitz das gemeinsame Buchprojekt „Fritz Kahn – Man Machine“. Auf Einladung der Kulturorganisation Oporto und der Designagentur Barbara says … berichteten die Geschwister über ihre spannende Spurensuche, die Leben und Werk des vergessenen jüdischen Schriftstellers Fritz Kahn wieder sichtbar machte. Zu den weiteren Referenten zählten die Designlegende Massin, Prof. Olga Pombo, Robin Fior und Jan Middendorp.
Oporto / Barbara says …

Vor Designern und Medienfachleuten aus Münster und dem Münsterland berichtete Thilo von Debschitz am 6. Februar 2012 über sein bislang persönlichstes Projekt – eine geschwisterliche Spurensuche zu Fritz Kahn. Unter dem Titel „Fritz Kahn – Informationsdesign der ersten Stunde“ präsentierte er die faszinierendsten Bilder aus Büchern des vergessenen Schriftstellers. Außerdem spannte er mit unterhaltsamen Motiven und Filmausschnitten, die mit Fritz Kahn in Beziehung stehen, einen Bogen von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart. In ihrem Blog bewerteten die Veranstalter den Vortrag als „besonders spannend und inspirierend“. Er habe gezeigt, wie „lohnend es sein kann, sich abseits von wirtschaftlichen Aspekten von der Neugier und dem Zufall treiben zu lassen“.
grafikdesign.ms (Kurzbericht über den Vortrag)

Buch: Information Graphics

1. Dezember 2011

Mit einer ganzseitigen Darstellung des Fritz-Kahn-Plakats „Der Mensch als Industriepalast“ bewirbt der internationale Verlag Taschen in seinem aktuellen Magazin das Buch „Information Graphics“. Die von Sandra Rendgen und Julius Wiedemann herausgegebene Publikation präsentiert über 400 Beispiele wegweisenden Informationsdesigns, einen historischen Abriss über dessen Entwicklungsgeschichte sowie Essays von Paolo Ciuccarelli, Simon Rogers und Richard Saul Wurman. Der „Industriepalast“ von Fritz Kahn wird als Meilenstein visualisierter Information natürlich ebenfalls im Band aufgeführt, der Januar 2012 im Buchhandel erhältlich ist.
Taschen

Die Ausstellung „Unser täglich Brot – Die Industrialisierung der Ernährung“ wird am 28. Oktober 2011 – unter anderem mit einem Festvortrag von Starköchin Sarah Wiener – im Technoseum Mannheim eröffnet und läuft bis Ende April 2012. Unter den Exponaten befinden sich auch vier Abbildungen aus Büchern Fritz Kahns, die man durch Guckkästen bestaunen kann; dazu zählen „Die Biologie des Bratendufts“ oder das Motiv „In 70 Jahren ißt der Mensch 1400mal sein Gewicht“ aus dem Jahr 1926. Ein Kahn-Motiv zur Funktion der Vitamine wurde auch in den Ausstellungskatalog aufgenommen.
Technoseum Mannheim

In der aktuellen Ausgabe der US-amerikanischen Fachzeitschrift „Seminars in Nuclear Medicine“ illustriert der Arzt Lionel S. Zuckier sein Gasteditorial über „Bildwahrnehmung in der Nuklearmedizin“ mit Fritz Kahns Illustration vom „Arzt der Zukunft“. Erstaunlicherweise habe Kahn bereits 1925 viele Elemente des heutigen Diagnosearbeitsplatzes vorausgeahnt, schreibt Zuckier. Dies betreffe u. a. die enge Verknüpfung zwischen klinischen und bildgebenden Daten sowie die große Bedeutung der Telekommunikation im Diagnoseprozess. Das einzige, was in Kahns Vision von 1925 fehle, sei der Computer.
Seminars in Nuclear Medicine (Downloadseite des Artikels)

Vortrag: SenseMaker Dialogs

21. September 2011

SenseMaker DialogsThilo von Debschitz lud die Zuhörer des „SenseMaker Dialogs“ im Auditorium des Pratt Institute, New York City, zu einer Zeitreise ein: Er berichtete von seiner Beschäftigung mit Dr. Fritz Kahn (1888–1968), auf dessen populärwissenschaftliche Bücher und Abbildungen er zufällig stieß. Der Designer war vor allem von der Kraft der Illustrationen überwältigt, die komplizierte Sachverhalte in verständlicher und künstlerisch ansprechender Form begreifbar machen. Aus dieser Entdeckung ergab sich eine intensive Recherchearbeit, die er gemeinsam mit seiner Schwester Uta von Debschitz durchführte, und deren Ergebnisse die Geschwister mit der Monografie „Fritz Kahn – Man Machine“ erstmals einem breiten Publikum zugänglich machten. Der Vortrag fand im Pratt Institute, 144 West 14th Street, New York, statt. – SenseMaker Dialogs ist eine Vorlesungsveranstaltung, die in jährlicher Folge durch das Unternehmen Humantific organisiert und finanziert wird. Ein Themenschwerpunkt ist dabei die Überwindung von Komplexität, z. B. durch neuartige, sinnstiftende Methoden der Informationsvermittlung. Zu den Sprechern bisheriger „SenseMaker Dialogs“ zählten u. a. der Architekt, Designer und Erfinder des TED-Konferenzformats Richard Saul Wurman, Marshall Clemens (Idiagram) und Brian Willison (Parsons Institute for Information Mapping).
SenseMaker Dialogs (Bilder der Veranstaltung auf Flickr)

„Der Mensch als Maschine“ lautet ein Artikel von Dr. Eduard Kaeser in der NZZ-Wochenendausgabe; darin reflektiert der Autor über die Simulation von Gehirntätigkeiten und spannt dabei einen geschichtlichen Bogen von der mechanischen Ente Jacques de Vaucansons bis zum aktuellen Human Brain Project von Henry Markram an der ETH Lausanne. Trotz des technischen Fortschritts bei der Mechanisierung des menschlichen Hirns und amitionierter Versprechen der jüngeren Neurowissenschaft betont Kaeser, dass die pure Nachahmung von Lebensprozessen das Leben nicht repräsentiere. Er weist dabei auf die Automatenbauer des 18. Jahrhunderts hin, die ihre mechanistische Betrachtungsweise nicht überschätzt hätten. Der Autor zitiert den berühmten Metaphysiker Gottfried Wilhelm Leibniz: „Wir sehen zwar die Mechanik des ganzen Mühlen-Getriebes, der Geist aber bleibt uns verborgen.“ Bebildert ist der Zeitungsbeitrag mit einem großformatigen Ausschnitt aus „Der Mensch als Industriepalast“, der in Fritz Kahns Buch „Das Leben des Menschen“ (1926) publizierten Lehrtafel. – Die Neue Zürcher Zeitung ist eine werktäglich erscheinende Schweizer Tageszeitung mit einer Verkaufsauflage von rund 140.000 Exemplaren.

Artikel: Autoportret

1. August 2011

In einem Beitrag im Magazin „Autoportret“ bietet Autor Tomasz Z. Majkowski einen Überblick über utopistische Motive in der Science-Fiction-Literatur, die übermenschliches Vermögen bzw. die Überschreitung irdischer Vorstellungen beschreiben. Zur Bebilderung des Artikels wählte das Magazin die Illustration „Gedankenschnelle“, ein Motiv aus dem Buch „Der Mensch gesund und krank“ (1939) von Fritz Kahn. Die Zeichnung stellt dar, dass die Geschwindigkeit eines körperlichen Impulses am Fuß bis zur seiner Ankunft bzw. Verarbeitung im menschlichen Gehirn bereits von der Technik – in diesem Fall z. B. von Morsezeichen – überholt worden ist. Das Bild verdeutlicht die Leistungsfähigkeit der Wissenschaft und Überwindung natürlicher Grenzen. – „Autoportret“ ist ein nicht-kommerzielles Kulturmagazin mit Redaktionssitz im polnischen Krakau, die vierte Ausgabe mit dem Leitthema „Utopie“ entstand in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Museum für Architektur in Budapest, dem Prager Magazin „Zlatý řez” und der slowakischen Architektenvereinigung.
Autoportret

Die Ausstellung „Images of the Mind“ (23. Juli bis 31. Oktober 2011) – ein binationales Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Hygiene-Museum in Dresden und der Mährischen Galerie in Brünn – betrachtet den menschlichen Geist als visuelles Phänomen. Anhand ausgewählter Beispiele von der Antike bis zur Gegenwart untersucht sie die Rolle des Bildes für das Verständnis geistiger Fähigkeiten. Neben Zeichnungen von Leonardo da Vinci, Portraits von Rembrandt oder Lucas Cranach, Werken von Max Beckmann, Man Ray, Max Ernst und Bill Viola sowie zahlreichen Beispielen moderner Bildgebungsverfahren aus neurowissenschaftlichen Instituten zählen auch vier Schaubilder aus den Büchern Fritz Kahns zu den Exponaten der Ausstellung: „Das Gedächtnis als Kinematograph“, „Das Nervensystem als Muskel- und Klingelleitung in ihrer fünfteiligen Übereinstimmung“, „Die Empfindungsbahn als Radioleitung“ sowie das berühmte Motiv „Der Mensch als Industriepalast“. Alle Darstellungen werden auch im Ausstellungskatalog aufgeführt.
Deutsches Hygiene-Museum (Link zur Ausstellung)

Abigail Zuger bewertet in der New York Times die Ausstellung „Health for Sale“ (siehe Eintrag vom 1. April 2011) als „hinreißend und extrem komisch“. Die Kulturjournalistin schreibt: „ … Star der Ausstellung ist aber wohl ein Einzelbild, das weder schmeicheln noch erschrecken, sondern erziehen und amüsieren will. Eine fünfbändige Buchserie über Anatomie und Physiologie, die der deutsche Arzt Fritz Kahn in den zwanziger Jahren veröffentlichte, enthielt die großformatige Tafel „Der Mensch als Industriepalast“ – ein Werk, das den miniaturhaften Charme von ,Where’s Waldo?‘, die Fabrik von Willy Wonka, das beste Puppenhaus der Welt und ein wirklich gutes Flipperspiel zusammenführt. Oben in den Gehirnkammern beratschlagen zwei Männergruppen in Anzug und Krawatte an kleinen Konferenztischen; selbstverständlich handelt es sich dabei um Wille und Verstand. Ganz in der Nähe bedient ein hemdsärmeliger Kamerad mit Kopfhörer einen Telegraphen: Er repräsentiert den Gehörsinn, während ein Fotograf in der Nachbarkabine den Sehsinn darstellt. Zahnräder bewegen das Essen durch den Darmtrakt, unterstützt von kleinen, harkenden Arbeitern und Kesseln, gefüllt mit Verdauungsenzymen. Unten im Knochenmark stanzt ein einzelner Handwerker rote Blutkörperchen aus. Dieses Motiv verlangt geradezu danach, animiert zu werden; der deutsche Designer Henning Lederer hat genau dies in einem Kurzfilm getan, der als Schleife dem Originalbild zur Seite gestellt wurde. Um dieses Vergnügen zu erleben, muss man nicht nach Philadelphia reisen; die absolut unwiderstehliche Arbeit Lederers findet sich auch im Internet. …“ – „The New York Times“ erscheint wochentäglich mit einer Auflage von rund 870.000, sonntags mit einer Auflage von über 1,3 Millionen Exemplaren (Okt. 2010).
The New York Times (Artikel auf Englisch)

In einem doppelseitigen Artikel der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, Rubrik Wissenschaft, wird das Plakat „Der Mensch als Industriepalast“ von Fritz Kahn ebenfalls als „Highlight der aktuellen Ausstellung ,Health for Sale‘“ bezeichnet (siehe Eintrag vom 21. Juni 2011, The New York Times) und im Großformat abgebildet. Die Autorin beschreibt Kahns Buchreihe „Das Leben des Menschen“ als „visionär“ und stellt fest, dass der Autor „nun langsam wiederentdeckt wird“. – Die Sonntagsausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erscheint mit einer Auflage von über 350.000 Exemplaren.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Was sind die zehn Lieblingsbücher der führenden Designer unserer Zeit? Diese Frage stellten die Betreiber der Website „Designers & Books“ prominenten Kreativen. Und die Monografie „Fritz Kahn – Man Machine“ ist auf der Top-Ten-Liste des US-amerikanischen Designers Seymour Chwast zu finden. Chwast gehört zu den einflussreichsten Illustratoren und Grafikdesignern der Gegenwart; gemeinsam mit seinen Partnern Milton Glaser und Edward Sorel gründete er 1954 Push Pin Studios, deren Stil die visuelle Kommunikation nachhaltig prägte. Seine Arbeiten wurden in bedeutenden internationalen Museen und Galerien ausgestellt.
Seymour Chwast’s Book List (Artikel auf Englisch)

Das Philadelphia Museum of Art präsentiert vom 1. April bis zum 31. Juli 2011 die Ausstellung „Health for Sale: Posters from the William H. Helfand Collection“, darunter auch Fritz Kahns Plakat „Der Mensch als Industriepalast“ (1926). Weiterer Bestandteil der Ausstellung ist die gleichnamige Installation von Henning Lederer (2009), der Kahns Poster zum Leben erweckte und in einer Animation die maschinellen Abläufe im menschlichen Körper in Bewegung brachte. Sowohl das Original von Kahn als auch die neuzeitliche Interpretation durch Lederer sind Bestandteile der Monografie „Fritz Kahn – Man Machine / Maschine Mensch“ (SpringerWienNewYork, 2009).
Exhibition information

Empfehlung: The Scientist

1. Februar 2011

Fritz Kahns Illustration „Sonnenbad“ bildet den optischen Aufmacher des Artikels „Lichttherapie, circa 1939“ in der online-Ausgabe des Magazins „The Scientist“. Eine ergänzende Slideshow präsentiert weitere ausgewählte Beispiele aus dem Bildband „Fritz Kahn – Man Machine“. Der Artikel empfiehlt die Monografie vor allem im Hinblick auf die Abbildungen und die „fesselnde Erzählung” über den „Mastermind dahinter“. Der „legendäre Wissenschaftsautor“ habe die Fantasie eines internationalen Publikums unter anderem „mit Hunderten von äußerst erfinderischen Illustrationen“ erobert. – „The Scientist“ ist ein vielfach ausgezeichnetes Nachrichtenmagazin mit Schwerpunkt in den Bereichen Biologie und Lebenswissenschaften.
The Scientist (Artikel auf Englisch)

Auf seiner Startseite erinnert das Wochenmagazin mit einem Ausschnitt des Plakats „Der Mensch als Industriepalast“ an Fritz Kahn. In der Rubrik „Eines Tages – Zeitgeschichten auf SPIEGEL online“ portraitiert Christoph Gunkels Text „Im Inneren der Menschmaschine“ den „Körper-Erklärer Fritz Kahn“ in enger Anlehnung an „den faszinierenden Band ,Fritz Kahn – Man Machine / Maschine Mensch‘“. Über 20 ausgewählte Illustrationen geben dem Leser eine visuelle Einführung in Kahns Werk. Allein heute zählte SPIEGEL online etwa 1 Million Page-Impressions – was zeigt, wie gut Kahns Bilder auch zum heutigen Zeitgeist passen.
einestages-spiegel.de

Arredamento Mimarlik

12. September 2010

Arredamento Mimarlik, eines der führenden Magazine für Architektur und Design in der Türkei, blickt in seiner September-Ausgabe zurück auf die Konferenz TYPO 2010 in Berlin und hebt dabei die Wiederentdeckung Fritz Kahns hervor. In dem Artikel heißt es unter anderem: „Der Vortrag von Uta und Thilo von Debschitz über Dr. Fritz Kahn zeigte uns, wie Kahn den menschlichen Körper mit einer Maschine verglich und wie perfekt er Metapher zu nutzen wusste. Dem umfangreichen und detailreichen Buch begegnen junge Historiker und Illustratoren mit hohem Interesse.”

„Möbliertes Oberstübchen“ lautet die Überschrift einer zweiseitigen Buchbesprechung des Journalisten Thomas Edelmann im Magazin „designreport“ (Ausgabe 1/2010). Edelmann schreibt u.a.: „Er war einer der Pioniere der Informationsgrafik in den 1920er Jahren: der Autor und Arzt Fritz Kahn. Die Wirkung seiner Bilder beruht auf eigentümlichen Analogien und Überlagerungen aus organischen Vorgängen und technischen Formen – jetzt erneut vorgestellt in einem Band, den man so schnell nicht wieder aus der Hand legen mag. […] Obwohl das Wissen um all unsere sorgsam möblierten Hirnkästen mittlerweile längst nicht mehr dem Stand von Fritz Kahns Zeit entspricht, inspirieren sie heute auf neue Weise.“
designreport

In seiner Rezension mit dem Titel „Der Mensch als Industriepalast“ stellt Behrang Samsami ausführlich die Monografie „Fritz Kahn – Man Machine“ vor. Er kommt zu dem Schluss, sie sei „in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Neuerscheinung“. – Literaturkritik.de ist eine Internet-Zeitschrift, die Neuerscheinungen aus der Belletristik sowie aus den Literatur- und Kulturwissenschaften vorstellt.
literaturkritik.de (komplette Rezension)

Der Journalist Dr. med. Eberhard J. Wormer veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Orthopädie & Rheuma“, Ausgabe 5/2010, einen dreiseitigen Artikel und eine Buchempfehlung zu „Fritz Kahn – Maschine Mensch“. Wormer schreibt unter anderem: „Bis vor kurzem war er noch der große Unbekannte, ein überholter Literat des 20. Jahrhunderts. Jetzt ist der schillernde Fritz Kahn auf die Weltbühne zurückgekehrt. Grafikdesigner entdecken seine ästhetische Qualität, Medizinhistoriker seine inhaltliche Kompetenz, und die Medien feiern seine Bilderfindung ,Der Mensch als Industriepalast‘. … Die Reanimation des längst vergessenen Aufklärers ist ein glücklicher Zufall.“ – „Orthopädie & Rheuma“ erscheint neunmal im Jahr und richtet sich mit einer Auflage von 6.500 Heften an Orthopäden, Rheumatologen, Schmerztherapeuten und Sportmediziner.
Orthopädie & Rheuma (komplette Rezension als PDF)

Vortrag: TYPO Berlin

22. Mai 2010

Typo 2010-05-26Uta und Thilo von Debschitz berichteten auf der Designkonferenz TYPO Berlin über ihre Arbeit an der Monografie „Fritz Kahn – Man Machine“ und der gleichnamigen Ausstellung. Unter dem Titel „Infiziert! Der Bildervirus des Dr. Fritz Kahn“ widmete sich ihr Vortrag der durch einen Zufall in Gang gesetzten Spurensuche in Berlin, Zürich und New York. Die Geschwister präsentierten ausgewählte Illustrationen aus dem reichen Bilderschatz Fritz Kahns und gestalterische Reflexionen aus jüngerer Zeit. Das internationale Publikum, das den Vortrag im großen Saal im Haus der Kulturen der Welt verfolgte, reagierte mit Beifall und Begeisterung auf die Wiederentdeckung Kahns; einige Stimmen: „Fritz Kahn – Man Machine is blowing my mind!“ (Candy Chang, Designerin/USA), „Wonderful presentation“ (Ardan Erguven, Designer/Türkei), „Spektakuläres Buch“ (Sabine Danek, Redakteurin PAGE), „Wunderbare Illustrationen. Ein wahrer Informationskünstler!“ (Gloria Biber, Designerin), „Tolles Projekt“ (Eike König, Designer), „Beeindruckt von der konsequenten Leidenschaft von Uta und Thilo von Debschitz“ (Karin Schmidt-Friderichs, Verlegerin). – TYPO Berlin ist die größte Designkonferenz Europas mit 1.200 Besuchern aus aller Welt. Das Motto der diesjährigen TYPO lautete „Passion“; rund 60 Designer und Kreative stellten Projekte vor, die von besonderer persönlicher Leidenschaft motiviert waren.
TYPO Berlin

Historische Plakate stehen im Focus einer Veranstaltung des Londoner Auktionshauses Christie’s. Unter den Objekten, die am 13. Mai 2010 in South Kensington versteigert werden, befindet sich auch das großformatige Poster „Der Mensch als Industriepalast“, Fritz Kahns berühmte Darstellung der menschlichen Körperfabrik.
Christie’s (Detailseite)

Tom Bieling, Designer, Autor und Gründer des Design Research Networks, veröffentlicht auf seinem Forschungsblog designabilities.org eine Buchrezension zu „Fritz Kahn – Man Machine“. Dort heißt es unter anderem: „Das Buch ,Man Machine‘ ist zweierlei. Zum einen konserviert und beschert es uns die beinahe vergessene Geschichte eines deutschen Forscherschicksals. … Zum anderen ist dieses Zeitdokument in seinem populärwissenschaftlichen Ansatz hochaktuell, indem es nachfolgenden Generationen von Forschern und Gestaltern das Potenzial unterschiedlicher Wissensstile und Denkformen vor Augen hält.“
designabilities.org (komplette Rezension)

Artikel: Eye

7. April 2010

In seinem aktuellen Heft stellt das internationale Grafikmagazin Eye das Bildwerk von Fritz Kahn mit einem vierseitigen Artikel vor. In Anlehnung an die Monografie „Fritz Kahn – Man Machine/Maschine Mensch“ verweist Eye-Gründer Rick Poynor u. a. auf die anhaltende Wirkung der Illustrationen: „Bilder, die früher einmal futuristisch wirkten, weil sie die technologischen Träume und Hoffnungen ihrer Zeit ausdrückten, erscheinen veraltet und sogar komisch, wenn wir sie an unserer eigenen Beherrschung von Technologie und Biowissenschaften messen. Aber das mindert in keiner Weise ihren Reiz.“ Als Beispiele für neueres Grafikdesign, das an Kahn erinnert, nennt er Arbeiten von Eduardo Paolozzi, Fernando Vicente und der Agentur Young & Rubicam in Chicago.
eye (Ausgabe 75/10)

Die Rhein-Zeitung berichtet auf ihrer Literaturseite über „Fritz Kahn – Man Machine / Maschine Mensch“. In dem Artikel heißt es, dass das Werk von Fritz Kahn in Vergessenheit geraten sei – bis jetzt. Doch nun sei ihm mit mit der „prächtigen, bildstarken Monografie“ ein „opulentes literarisches Denkmal“ gesetzt worden.
Rhein Zeitung

Interview Borck: univadis

28. März 2010

Das Medizinportal univadis veröffentlicht als Sonderbeitrag ein umfangreiches Interview unter dem Titel „Fritz Kahn: unerreichter Solitär!“, das auch Erkenntnisse aus der Monografie „Fritz Kahn – Man Machine / Maschine Mensch“ zitiert. Im Gespräch mit univadis unterstreicht Prof. Cornelius Borck, Leiter des Institutes für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, die Bedeutung Kahns für die Entstehung des modernen Menschenbildes. Die auf Funktionsprinzipien und Strukturmerkmale reduzierten Veranschaulichungen Kahns seien bis heute beispielgebend; der sich durch Vergleiche aus der Welt der Technik ergebene Wissensstand habe das Wundern und Staunen über den eigenen Körper gefördert. In Kahns Persönlichkeit seien viele Zeitströmungen zusammengeflossen, er partizipierte an allen radikalen Modernisierungserfahrungen des frühen 20. Jahrhunderts. In seinen Büchern habe der Schriftsteller jedoch auf eine Versöhnung von Mensch und Maschine abgezielt, auf eine „neue Aneignung des Körpers aus der Vertrautheit mit der Technik heraus“.
univadis (komplettes Interview als PDF)

Die Berliner Morgenpost veröffentlicht zum 300-jährigen Bestehen der Berliner Charité eine 16-seitige Frühjahrs-Sonderausgabe. Auf der letzten Seite eröffnet ein großes Bild aus der Fritz-Kahn-Ausstellung den Veranstaltungskalender. – Das 1898 gegründete Blatt der Welt-Gruppe ist mit täglich 134.000 Exemplaren die zweitmeistgelesene Tageszeitung in der Bundeshauptstadt.
Berliner Morgenpost

Die Ausstellung „Die Essenz der Dinge“ (20. März bis 19. September 2010) im vitra Design Museum, Weil am Rhein, beleuchtet die Einflüsse und Motive des Reduktionsprinzips, das die Gestaltung raum- und zeitübergreifend geprägt hat. Co-Kurator Martin Hartung widmet sich im Ausstellungskatalog der Frage nach dem Menschen als „Maß aller Dinge“. In seinem Beitrag schreibt er, dass durch die Industrialisierung Automaten die Gesten des Menschen nachgeahmt und ihn von der Welt der Dinge entfremdet hätten; indem Fritz Kahn die Maschine zum Sinnbild des Körpers stilisiert habe, wollte er den „von seinen Dingen Entfremdeten wieder mit der Welt versöhnen“. Als Beispiel zeigt Hartung die Kahn-Plakatbeilage „Der Mensch als Industriepalast“ von 1926.
vitra Design Museum

Buchrezension: F.LM

17. März 2010

Das Online-Filmmagazin F.LM veröffentlicht unter dem Titel „Maschinenherz und Herzmaschine“ eine Doppelrezension zu zwei Publikationen mit vielen Gemeinsamkeiten: der Monografie „Fritz Kahn – Man Machine / Maschine Mensch“ und dem Katalog „Fritz Langs Metropolis“. So wie der Film „Metropolis“ in seiner rekonstruierten Fassung ein Comeback feiere, würde auch das Werk Fritz Kahns durch Monografie und Ausstellung ein öffentliches Wiedersehen erleben. Der kulturelle Einfluss auf Fritz Kahn und Fritz Lang sei derselben Zeit entsprungen, nämlich dem Berlin der 1920er Jahre. Lang, so heißt es, „leistet in ,Metropolis‘ dasselbe wie Kahn, nur nicht aus der Mikro-, sondern aus der Makroperspektive“. Die Monografie über Kahn analysiere dessen „Metaphorik, die mehrfach auch mit dem Film und dem Kino erklärt wird“. Langs berühmtes Epos und die von Fritz Kahn in Auftrag gegebenen Abbildungen werden im Beitrag als „deutliche Marksteine des europäischen Futurismus“ bezeichnet. Wie in der Maschinenstadt Metropolis stünde im Zentrum von Kahns Körperdarstellungen eine Herz-Maschine, „in der viele kleine Motorkolben damit beschäftigt sind, das Blut durch die Arterien zu pumpen. … Kahns Maschinen-Herz hält den menschlichen Körper funktionsfähig, wie Langs Herz-Maschine den Stadt-Körper Metropolis.“ Der Wiederaufführung des Films und der Ausstellung in der Charité sei es zu verdanken, „dass diese beiden Künstler wieder in die Nähe zueinander gerückt wurden – geografisch wie thematisch“.
F.LM (komplette Rezension)

Die Wiederentdeckung des Dr. Fritz Kahn ist auch dem Magazin „Deutscher Drucker“ eine Empfehlung wert. Das Magazin lobt den „Meister der Visualisierung“ und „Pionier des populärwissenschaftlichen Sachbuchs, dessen Darstellungen bis heute Gestalter und Künstler inspirieren.“ Ergebnis der Recherche durch die Geschwister von Debschitz sei ein „wunderbar gestaltetes Buch“ und „eine bemerkenswerte Ausstellung“. – „Deutsche Drucker“ ist das führende Fachmagazin für die Druck- und Medienindustrie in Deutschland sowie offizielles Fachorgan für Führungskräfte der Druckindustrie und Informationsverarbeitung e.V.
Deutscher Drucker

Wolfgang Müller, Künstler und Sprecher der Berliner Avantgardegruppe „Die Tödliche Doris“, veröffentlicht eine Rezension in der Tageszeitung „Junge Welt“. Seine Buchempfehlung zu „Fritz Kahn – Man Machine“ schließt mit der Aussage: „Ein schön gestaltetes, informatives und unterhaltendes Buch mit durchaus kritischen Tönen zum Leben und Werk von Fritz Kahn. Es passt heute eigentlich besser ins Kunstregal als in die Wissenschaftsabteilung. Für die Kuriositätenabteilung ist es viel zu schade.“ – Die „Junge Welt“ ist eine überregionale Tageszeitung mit linkem, marxistisch orientierten Selbstverständnis und Redaktionssitz in Berlin; nach eigenen Angaben erreicht die Printausgabe rund 50.000 Leser, die Website kommt im Monatsschnitt auf 3,4 Millionen Seitenaufrufe.
Junge Welt (komplette Rezension)

Fritz Kahn ist das Thema eines dreiseitigen Artikels von Nobert Jachertz, dem langjährigen früheren Chefredakteur des Deutschen Ärzteblattes. Mit Bezug auf die Monografie „Fritz Kahn – Man Machine/Maschine Mensch“ (ein „perfekt designter Band“) und die Charité-Ausstellung („der Maschinenmensch im reizvollen Kontrast zu Virchows Präparaten“) portraitiert er Kahn als Vertreter der Moderne. Dessen vom Futurismus beeinflusste Art der Volksaufklärung könne man auch als „Kunst“ verstehen, meint der Autor, eine Interpretation der Gesellschaft seiner Zeit biete sie allemal. – Das Deutsche Ärzteblatt, seit 1872 ein offizielles Organ der Ärzteschaft, wird an alle Ärzte in Deutschland verschickt. Es erscheint wöchentlich und ist mit 405.000 Exemplaren die auflagenstärkste deutsche Medizinzeitschrift.
Deutsches Ärzteblatt Ausgabe 9/2010 (komplette Rezension)

Auf der russischen Website des Auslandrundfunks Deutsche Welle berichtet Andrey Gorokhov über Fritz Kahn. Ein Beitrag beschäftigt sich mit Kahns Biografie, ein zweiter widmet sich der Berliner Ausstellung. Darin wird Kahn als „einer der interessantesten Popularisierer der Wissenschaft“ bezeichnet, der mit „originellen und ausdrucksstarken Bildern am Rande der Absurdität“ die menschliche Natur erklärte. Zur Verdeutlichung werden die Abbildungen „Der Mensch als Industriepalast“, „Das Tageswachstum der Haare“ und „Die Arbeitsleistung des Herzens“ im Detail beschrieben.
Deutsche Welle (Beitrag 1 und Beitrag 2 in Russisch)

„Eine wichtige Wiederentdeckung!“ Mit dieser Feststellung beginnt ein ganzseitiger Artikel über Fritz Kahn in „Berliner Ärzte“, Ausgabe März 2010. Die Autorin schildert ihre Gedanken zur Ausstellung im Berliner Medizinhistorischen Museum („sinnvoll integriert in die Dauerausstellung“) und Monographie („verdienstvolles Buch … man erfährt viel Interessantes über Kahns Leben und Werk“); in einer Anekdote wird außerdem von den Eindrücken berichtet, die eine Postkarte mit Kahn-Motiv auf den Psychosomatiker Thure von Uexhüll hinterließ. – „Berliner Ärzte“ ist eine Zeitschrift, die monatlich 26.000 Ärztinnen und Ärzte in Berlin erreicht.
Berliner Ärzte (kompletter Artikel)

Das italienische Lifestyle-Magazin „IL“, monatliche Beilage der Tageszeitung „Il Sole 24 ORE“, veröffentlicht einen Veranstaltungstipp zur Ausstellung in Berlin. Darin heißt es unter anderem: „Was geschieht, wenn wir eine Klingel bedienen, einen Braten riechen oder eine Erektion haben? Der jüdische Intellektuelle und Gynäkologe Fritz Kahn (1888-1968) widmete sein ganzes Leben der Veranschaulichung der Maschine Mensch und ihrer Funktionsweisen. … Unmöglich, in diesen Illustrationen nicht den Widerhall der Weimarer Moderne zu vernehmen, in Kahn nicht einen der Vorläufer des Informationsdesigns zu sehen. Das Medizinhistorische Museum der Charité – gegründet von Rudolf Virchow, einem weiteren Volksaufklärer – ehrt ihn mit [der Ausstellung] ,Maschine Mensch‘, einer Auswahl seiner besten Arbeiten.“
IL – Intelligence in Lifestyle (Magazinpräsenz auf Facebook)

Empfehlung: VivArt

26. Februar 2010

„Außergewöhnlich ist der gerade erschienene Bildband, der den von den Nazis vertriebenen und anschließend fast vergessenen Kahn und seine besondere Arbeit reflektiert. … Die Monografie ist nicht nur eine literarische Aufarbeitung der Kultur-, sondern auch ein Stück Designgeschichte. Sehens- und lesenwert!“
VivArt, Frühjahr 2010

Interview: tv berlin

22. Februar 2010

Die Ausstellung „Fritz Kahn – Maschine Mensch“ ist Thema im Frühcafé-Talk des privaten Ballungsraumsenders tv berlin. Kuratorin Uta von Debschitz berichtet als Studiogast ausführlich über Fritz Kahn und die in der Ausstellung gezeigten Illustrationen.
tv berlin (Mitschnitt des Talks)

In seinem doppelseitigen Artikel für das Feuilleton der Frankfurter Rundschau schreibt Felix Helbig: „Kahn, das zeigt nun eine erste, von den Autoren Uta und Thilo von Debschitz vorgelegte Monografie und gleichzeitig eine Ausstellung in der Berliner Charité, hat mit seinen menschlich-mechanischen Schaubildern ganz wesentlich das Verständnis der modernen Menschen über die eigenen Körperfunktionen geprägt. […] Was geblieben ist von Kahn, haben die Autoren dieser ersten Monografie, die nun überhaupt über ihn erschienen ist, in einer enormen Rechercheleistung zusammengetragen – eine einzigartige Wiederentdeckung. […] In der Flut der Bilder wird deutlich, wie der moderne Mensch mit der Erfindung des technischen Geräts zu sich selbst, also zur Einsicht in den eigenen Funktionsaufbau gelangte. Noch in ihrer Ambivalenz, so fassen es die Autoren dieser wunderbaren Monografie zusammen, veranschaulichen Kahns Bilder die Grenze technischer Aufklärung sowie jenes Versprechens auf Humanität, das einst dem Glauben an technischen Fortschritt eingeschrieben war.“
Frankfurter Rundschau (kompletter Artikel)

Die Hälfte der FAZ-Seite „Forschung und Lehre“ ist einer Rezension der Ausstellung „Fritz Kahn – Maschine Mensch“ gewidmet. Der Autor beschreibt Kahn als „Magier der Populärwissenschaft“, seine „immer überraschenden und nicht selten brüllend komischen visuellen Metaphern“ seien irritierend, aber auch faszinierend. Als Beispiele nennt er Bilder wie „In 70 Jahren isst der Mensch 1400-mal sein Gewicht“ oder, „gewagt aber köstlich, Das Rettichbrot als Kleinhirnmodell“. In diesem Sinne wurde als großformatige Abbildung das Motiv „Auto und Ohr sind übereinstimmend“ gewählt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Artikel: mare

1. Februar 2010

„Der Mensch als Aquarium“ lautet der Titel eines zehnseitigen Artikels über den Meeresliebhaber Fritz Kahn in „mare“, der Zeitschrift der Meere (Heft 78, Februar/März 2010). Während in Monografie und Ausstellung Kahns Mensch-Maschine-Analogien im Vordergrund stehen, stellt Uta von Debschitz in diesem Text ein weniger beachtetes, aber besonders reizvolles Thema vor – Kahns Mensch-Meer-Analogien. Veranschaulicht wird es durch bemerkenswerte Fundstücke aus Kahns Werk und Korrespondenz sowie sieben der schönsten Meeres-Illustrationen mit unkonventionellen Original-Bildunterschriften.
mare

Buchrezension: pro care

1. Februar 2010

Eine Rezension in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift „pro care“ widmet sich der Monografie „Fritz Kahn – Man Machine / Maschine Mensch“. Dort heißt es unter anderem: „Kahn entwirft eine phantastische Welt, die komplexe Zusammenhänge zu einer mitreißenden Geschichte umformt und so das Verständnis erleichtert. Sein Publikum der 20er Jahre wusste dies zu schätzen, dann wurde der Schatz verschüttet. Nun könnte er wieder einer breiteren Öffentlichkeit eröffnet werden.“
pro care (komplette Rezension)

In ganzseitiger Höhe zierte „Der Mensch als Industriepalast“ den Titel der Sonderbeilage zur 26. Langen Nacht der Museen. Thema war diesmal die Symbiose zwischen Kunst und Wissenschaft. Feuilletonredakteurin Ingeborg Ruthe schrieb im Leitartikel über die Fritz-Kahn-Ausstellung:
„Es war eine der genialsten Symbiosen aus Wissenschaft und Kunst, die der Populärwissenschaftsbetrieb der Weimarer Republik hervorgebracht hat. Zu verdanken hat die Nachwelt diese modellhafte Buchillustration, die auch als Plakat aufgelegt wurde, zum Thema ,Maschine – Mensch‘ dem jüdischen Berliner Mediziner und Forscher Fritz Kahn. Er musste 1933 aus Hitlerdeutschland fliehen. Jetzt kehrte sein geistvoller Nachlass für eine liebevoll und akribisch aufbereitete Schau – ideal für jede Altersgruppe! – im Medizinhistorischen Museum der Charité zurück.“
In der Ausstellung werde sichtbar, „welche Brückenfunktion gerade ein medizinhistorisches Museum haben kann, sobald der Mensch nach Sinn und Zweck, und auch nach den Folgen seines Daseins auf der Erde fragt.“ Während der heutigen Langen Nacht der Museen besuchten über 3500 Personen die Fritz-Kahn-Ausstellung.
Berliner Zeitung (Bildunterschrift und Text)

Buchrezension: designreport

28. Januar 2010

„Möbliertes Oberstübchen“ lautet die Überschrift einer zweiseitigen Buchbesprechung des Journalisten Thomas Edelmann im Magazin „designreport“ (Ausgabe 1/2010). Edelmann schreibt u.a.: „Er war einer der Pioniere der Informationsgrafik in den 1920er Jahren: der Autor und Arzt Fritz Kahn. Die Wirkung seiner Bilder beruht auf eigentümlichen Analogien und Überlagerungen aus organischen Vorgängen und technischen Formen – jetzt erneut vorgestellt in einem Band, den man so schnell nicht wieder aus der Hand legen mag. […] Obwohl das Wissen um all unsere sorgsam möblierten Hirnkästen mittlerweile längst nicht mehr dem Stand von Fritz Kahns Zeit entspricht, inspirieren sie heute auf neue Weise.“
designreport

Buchrezension: Ärzte Woche

27. Januar 2010

Die Ärzte Woche, österreichische Zeitschrift für Medizin, Gesundheitspolitik und Praxismanagement, veröffentlicht in ihrer Ausgabe 4/2010 eine Buchrezension: „Kahns Vergleich und anschauliche Darstellungen, die bis heute unsere Vorstellung von Körperfunktionen beeinflussen, sind immer noch faszinierend und bezaubernd. … Kahn entwirft eine phantastische Welt, die komplexe Zusammenhänge zu einer mitreißenden Geschichte umformt und so das Verständnis erleichtert. Sein Publikum der 20er Jahre wusste dies zu schätzen, dann wurde der Schatz verschüttet. Nun ist er wieder gehoben worden.“
Ärzte Woche / SpringerMedizin, Ausgabe 4/2010 (komplette Rezension)

Buchrezension: Scienceblog

25. Januar 2010

Luciana Christante, freie Journalistin in Brasilien, veröffentlicht in ihrem Blog für Wissenschaft, Kunst und Geschichte eine umfangreiche Besprechung der Monografie und Ausstellung in Berlin.
Scienceblog (komplette Rezension auf Portugiesisch)

„Was eine Wanderzelle alles erlebt“ lautet die Überschrift eines Artikels in der Tageszeitung „Neues Deutschland“, in dem Journalist Andreas Heinz über die Fritz-Kahn-Ausstellung berichtet.
Neues Deutschland (kompletter Artikel)

Interview: Radio Eins

23. Januar 2010

In einem Interview des populären Wissenschaftsmagazins „Die Profis“ erläutert Kuratorin Uta von Debschitz die Ausstellung „Fritz Kahn – Maschine Mensch“ im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité.
radio eins RBB (Interview als mp3-Datei)

Das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité (Universitätsklinikum) zeigt vom 23. Januar bis 11. April 2010 die weltweit erste Fritz-Kahn-Ausstellung mit dem Titel „Fritz Kahn – Maschine Mensch“. Die Ausstellung unter der Schirmherrschaft von Ulla Schmidt ist Teil der Reihe „Interventionen“, die Kunst im medizinischen Kontext vorstellt. Zu sehen sind über 100 der interessantesten Illustrationen aus dem Werk von Fritz Kahn.
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Unter der Überschrift „Exhibition Pays Tribute to 1920s Doctor – The Human Body as Factory“ berichtet SPIEGEL Online in seiner internationalen Ausgabe über die Ausstellung „Fritz Kahn – Maschine Mensch“.
SPIEGEL Online International (kompletter Artikel auf Englisch)

Empfehlung: DER SPIEGEL

18. Januar 2010

„Der Mensch als Maschine. – Ab kommenden Samstag zeigt das Medizinhistorische Museum der Charité in Berlin lange verschollen geglaubte Grafiken und Illustrationen des legendären Gynäkologen Fritz Kahn. In der Zeit von 1922 bis 1931 publizierte der Mediziner die fünfbändige Buchreihe ‚Das Leben des Menschen‘, die damals zum Bestseller avancierte. Kahn erklärt seinen Lesern die komplizierten Vorgänge im Körper unter anderem anhand schmucker Schautafeln, auf denen der Mensch als gutfunktionierende Maschine dargestellt wird: Die Luftröhre etwa wird als verzweigte Pipeline gezeigt, durch die ein Lift Sauerstoffkugeln transportiert. Unten in der Leber rackern sich derweil Arbeiter mit den am Fließband eingehenden Zucker und Stärkepaketen ab. In der Muskelzentrale im Kopf bedienen zwei Wissenschaftler eine elektronische Schaltkonsole, während in einer Kammer schräg darunter ein Kollege Blutdruck, Herzschlag und Atmung kontrolliert. Weil Kahn selbst nicht sonderlich gut zeichnen konnte, ließ er seine Entwürfe von professionellen Illustratoren umsetzen – darunter auch die ‚Technisch-schematische Darstellung des männlichen Erektionssystems‘.“
DER SPIEGEL (Ausgabe 3/2010)

In einer ausführlichen Buchbesprechung befasst sich Johanna Dupré im „Wiesbadener Kurier“ mit der Bildsprache Fritz Kahns und der Entstehung der Monografie. Sie schreibt unter anderem: „Immer wieder wird der Leser von humorvollen Bildideen überrascht, kann sich an zeitgenössische Bewegungen wie Kubismus, Futurismus, Art Déco oder, im Zusammenprall entfernter Wirklichkeiten, Surrealismus erinnert fühlen.“
Wiesbadener Kurier (komplette Rezension)

Empfehlung: grafik

14. Dezember 2009

„Fritz Kahn beeindruckte als Humanist und Aufklärer, als Visualisierer erstaunlicher Dinge innerhalb und außerhalb unserer Körper. Dieses Buch ist die erste Monografie über den deutschen Arzt und Forscher, der die Welt der 1920er Jahre mit seinem Band ,Das Leben des Menschen‘ in Begeisterung versetzte. Aus der Geschichte des Grafikdesigns war uns zwar die Informationsgestaltung eines Otto Neurath oder später eines Edward Tufte vertraut, doch von diesem Vorreiter hatten wir (zumindest hier beim Magazin grafik) noch nie etwas gehört. Umso glücklicher sind wir, ihn über das Buch entdeckt zu haben. Für die Vorstellungskraft des Arztes gab es offensichtlich keine Grenzen – ob für neurologische Funktionsweisen wie ,Was sich in unserem Kopf abspielt, wenn wir ein Auto sehen und ,Auto‘ sagen‘ über ,Sonnenbad: die zwölf Effekte des Sonnenlichts auf die Haut‘ bis hin zu verrückteren Studien wie ,Der Mensch als Aquarium: Man könnte Seepferdchen in der Körperflüssigkeit des Menschen halten …‘ – nahezu alles wurde in Illustrationen festgehalten. Sie faszinieren nicht nur aufgrund ihrer wunderschönen Umsetzung, sondern auch als gesellschaftliche Abbilder der damaligen Zeit.“
grafik, The Magazine for Graphic Design, Ausgabe Dezember 2009

Buchrezension: étapes

4. Dezember 2009

étapes, französisches Magazin für Design und visuelle Kultur, veröffentlicht in seiner internationalen Ausgabe Dezember 2010 eine Buchbesprechung zu „Fritz Kahn – Man Machine“. Darin heißt es unter anderem: „Die Wissenschaftspädagogik, die sie [Fritz Kahns Abbildungen] auf ihrem Weg zwischen Kunst und Aufklärung voranbringen, können als herausragende Vorbilder für visuelle Kommunikation dienen.“
étapes (Rezension auf Englisch, PDF)

Buchrezension: PAGE

1. Dezember 2009

„Das solche Entdeckungen überhaupt noch möglich sind!“ freut sich die PAGE, Deutschlands führendes Magazin für Design, Medien und Werbung, und veröffentlicht in ihrer Ausgabe 1/2010 eine dreiseitige Rezension zu „Fritz Kahn – Man Machine“. Die Autorin des Artikels bewertet die Monografie als „echtes Stück Kommunikationsdesign“, das „faszinierende Einblicke“ bietet. Sie kommt zu dem Schluss, dass es sich nicht nur um eine Inspirations- und Informationsquelle, sondern auch um ein „prima Familienbuch“ handelt; zum Beweis berichtet sie, dass ihr fünfjähriger Sohn sich gerne in die Kahn’schen Abbildungen vertieft und dabei immer neue Details entdeckt.
PAGE

Buchrezension: Slanted

25. November 2009

Im Weblog Slanted, in dessen Focus Typografie und Gestaltung stehen, heißt es unter der Überschrift „Eine außergewöhnliche Monografie“: „Nach aufwendiger Spurensuche trugen Uta und Thilo von Debschitz ihre spektakulären Funde über das Leben und Wirken von Fritz Kahn in einem Buch zusammen. Das Resultat ist eine spannende Monografie über das Leben und Wirken eben jenen Mannes, der seine Zeit populärwissenschaftlichen Theorien widmete und prägende Illustrationen hinterließ.“
Slanted

Vortrag: TYPO Berlin 2010

11. November 2009

Neben prominenten Sprechern wie Carlos Segura (Chicago), Rick Poynor (London) oder Oliver Reichenstein (Zürich) treten auch die Geschwister Uta und Thilo von Debschitz auf der TYPO Berlin 2010 auf. Bei der Designkonferenz unter dem Motto „Passion“ werden sie beschreiben, wie sie auf Fritz Kahns Arbeiten gestoßen sind, sich für ein gemeinsames Buchprojekt entschieden und so auf die abenteuerliche Suche nach Dokumenten und Bildern begeben haben.
Die jährlich stattfindende TYPO Berlin gehört mit rund 1.200 internationalen Besuchern zu den weltweit führenden Designkonferenzen. In der Zeit vom 20. bis 22. Mai 2010 stellen wichtige Persönlichkeiten aus den Bereichen Design, Medien und Kunst ihre Projekte vor; neben Vorträgen erwarten die Gäste im Haus der Kulturen der Welt auch Gesprächsrunden, Workshops und Initiativen
TYPO Berlin 2010

In seinem Sachbuch-Blog „Immer schön sachlich“ rezensiert Michael Schikowski die Fritz-Kahn-Monografie. Unter der Überschrift „Verblüffungsmaschine Fritz Kahn“ schreibt er von einem „wunderbar gestalteten Buch“, dessen Autoren bei aller Liebe zum Bild dennoch die nötige Distanz behalten hätten. Die Originalillustration „Walnut and Brain“ und die Darstellung des Sehsinns als Gehirnkino werden von Schikowski beispielhaft hervorgehoben. Er hält zusätzlichen Erläuterungstext zu den abgebildeten Beziehungsanalogien für sinnvoll, um den Erkenntnisgewinn überprüfen zu können.
Immer schön sachlich (komplette Rezension)

Ein ausführlicher Artikel im Blog „The Moment“ des New York Times Style Magazine beschäftigt sich mit Kahn und der Monografie „Fritz Kahn – Man Machine“. Autor des Beitrags ist Steven Heller, langjähriger Art Director der New York Times und leitendes Mitglied der School of Visual Arts in New York. Heller zeigt sich von der Bildsprache Fritz Kahns fasziniert und lobt die neu erschienene Publikation („beautiful Kahn monograph“).
The New York Times (komplette Rezension auf Englisch)

Empfehlung: Roger Willemsen

25. Oktober 2009

„Uta und Thilo von Debschitz haben das Wissen über einen Mann gerettet, der ein Unikum war, ein Vielseitiger, ein Erforscher und Gestalter des Menschenmöglichen in Text, Bild und Wissenschaft. Wenn es Gerechtigkeit gäbe in der künstlerischen Welt, würde man in Fritz Kahn ein Kapitel Geistesgeschichte erkennen, das er fast allein öffnete und schloss. Was für ein bemerkenswertes, schönes und anregendes Buch!“
Roger Willemsen

„So bringt man medizinisches Wissen in die Welt. Dieses Buch ist ein echter Glücksgriff!“
Dr. Eckart von Hirschhausen

„Für mich ist einfach faszinierend, dass wir uns am Ende des Jahres 2009 für Bücher interessieren, die vor sehr vielen Jahren geschrieben wurden. Beispielsweise denke ich dabei an ,Fritz Kahn – Man Machine‘ oder ,Das Rote Buch‘ von C. G. Jung, das erst jetzt veröffentlicht wurde. Was wir daraus für eine Erkenntnis gewinnen: Das man alte Menschen und ihre Bücher nicht vergessen darf, sondern davon lernen muss. Bei Kahn war für mich besonders erstaunlich, dass er als Gynäkologe von Frauen nichts verstand, aber die Erektion des Mannes schön im Bild erklären konnte. Ein faszinierendes Buch – nicht nur für Sexualforscher.“
Dr. Ruth K. Westheimer